Mexiko-Stadt (dpa/kc). Nach einer Gasexplosion in einem Luxushotel an der mexikanischen Karibikküste hat sich die Zahl der Toten auf sieben erhöht. Das Restaurant- und Empfangsgebäude des Fünf-Sterne-Hotels "Princess" war bei der Explosion am Sonntag schwer beschädigt worden und teilweise eingestürzt.

Der Staatsanwalt des Bundesstaates Quintana Roo, Francisco Alor, wies Berichte über einen Anschlag kategorisch zurück. Die Explosion ereignete sich nach ersten Erkenntnissen in den Betriebsräumen unter dem Restauranttrakt des Hotels, wo offenbar Gas ausgeströmt war.

Zunächst hatten Behörden vermutet, dass ein Gastank in der Küche explodiert war. Später wurde jedoch bekannt, dass das Unglück durch eine Ansammlung von Gas unter dem Hotel ausgelöst worden war. Medienberichten zufolge stammt das Gas von einer Art Müllgrube unter dem Haus. Durch das Verfaulen organischer Abfälle hatte sich ein 120 Quadratmeter großer Hohlraum unter der Hotellobby mit Gas gefüllt. Wenn sich organische Stoffe unter Luftausschluss zersetzen, entsteht brennbares Gasgemisch aus Methan und Kohlendioxid.

Die Explosion hatte einen riesigen Krater in die Hotellobby gerissen. Sechs Menschen starben noch am Unglücksort, der siebte erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Insgesamt wurden 15 Gäste und Angestellte des Hotels verletzt. Fünf der Toten waren kanadische Touristen, bei den anderen beiden handelt es sich um Hotel-Bedienstete.

Das "Grand Riviera Princess" an der Riviera Maya in der Nähe von Playa del Carmen ist ein Fünf-Sterne-Hotel mit 672 Zimmern. Die Region zieht jährlich Millionen Urlauber an, zumeist aus den USA, Kanada und Europa.