Der frühe Wintereinbruch stellt Europa auf die Probe. Wer derzeit möglichst pünktlich von A nach B kommen will, stößt auf Probleme – ob mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug, ob in Frankfurt, Paris oder Bukarest. Ein kurzer Überblick.

Berlin (dpa). Heftige Schneefälle haben in vielen Ländern Mitteleuropas gestern ein Verkehrschaos verursacht.

In Belgien verursachte der Schnee auf den Autobahnen und Hauptstraßen Staus mit einer Gesamtlänge von 500 Kilometern. Vor allem im Großraum Brüssel waren viele wichtige Straßen nicht vollständig geräumt. Der Betrieb auf dem Flughafen Zaventem lief noch.

In den Niederlanden wütete ein Schneesturm, hier staute sich der Verkehr landesweit auf 400 Kilometern. Zahlreiche Flüge in Amsterdam Schiphol wurden gestrichen.

In Großbritannien wurden auf mehreren Flughäfen Starts und Landungen vorübergehend eingestellt. Nur die Hälfte des Schienenverkehrs lief nach Plan. Etwa 100 Passagiere eines Zuges mussten im Waggon übernachten, weil ihre Bahn steckengeblieben war.

<6>In Frankreich fiel auch ein Teil der Eurostar-Züge zwischen London und Paris beziehungsweise Brüssel aus, an den Pariser Großflughäfen wurde teilweise jeder vierte Flug gestrichen. In der Normandie waren Hunderte Lastwagen blockiert. In der Bretagne fielen 25 Zentimeter Neuschnee.

<7>In Rumänien legte Blitzeis den Verkehr vielerorts lahm. Der internationale Flughafen in Bukarest und mehrere regionale Flughäfen mussten die meisten Flüge streichen.

In Polen herrschte ebenfalls winterliches Verkehrschaos: Die A2-Strecke Berlin-Warschau war in Torzym, rund 35 Kilometer vor der deutschen Grenze, von mehreren Lastkraftwagen blockiert. Bei bis zu minus 26 Grad erfroren seit Wochenbeginn 18 Menschen.

In Österreich und Italien stieg nach den Schneefällen die Lawinengefahr. Meteorologen warnten vor allem für Südtirol und die Dolomiten um Belluno. Am Wochenende beginnt die Wintersportsaison.

   

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