London (dpa). Rekordpreis für ein Vogelbuch: Das Werk "Birds of America" (Die Vögel Amerikas) aus dem 19. Jahrhundert gilt künftig als das "teuerste Buch der Welt". Für 7,3 Millionen Pfund (8,7 Millionen Euro) wechselte der kostbare Band des amerikanischen Vogelkundlers und Malers John James Audubon (1785-1851) am Dienstagabend auf einer Auktion in London den Besitzer. Das zwischen 1827 und 1838 erschienene Werk war im Vorhinein auf bis zu sechs Millionen Pfund geschätzt worden und wurde nun von einem Londoner Händler ersteigert.

Wie das Auktionshaus Sotheby‘s mitteilte, sei der Ornithologieführer damit das teuerste gedruckte Buch, das je bei einer Auktion unter den Hammer gekommen sei. Auf zahlreichen Farbtafeln sind in dem Werk die Vogelarten Amerikas dargestellt.

Eine fast 400 Jahre alte Sammlung von Shakespeare-Stücken, die "First Folio", wurde bei Sotheby‘s für 1,5 Millionen Pfund versteigert. Ein Gemälde des französischen Malers Nicolas Poussin dagegen erwies sich im Auktionshaus Christie‘s als unverkäuflich. Die Erwartungen für das Bild "Ordination" lagen zwischen 15 und 20 Millionen Pfund. Es fand sich am Dienstagabend jedoch kein Interessent, der bereit gewesen wäre, einen solchen Preis zu zahlen.