459 Passagiere des Flugs QF32 sind gestern an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Mit einer zerfetzten Triebwerksverkleidung und Schäden an einer Tragfläche kam der vollbesetzte Riesen-Airbus A380 in Singapur zum Stehen. Nach der außerplanmäßigen Landung haben Fluggesellschaften ihre Flugpläne geändert.

Singapur (dpa). "Das war ein bedeutender Triebwerk-Ausfall", sagte Qantas-Chef Alan Joyce. Die Fluggesellschaft stellte alle Flüge mit dem größten Passagierflugzeug der Welt vorerst ein. Singapore Airlines verschob die mit dem Riesen-Airbus geplanten Flüge ebenfalls. "Unser Triebwerkshersteller Rolls Royce und der Flugzeugbauer Airbus haben uns geraten, vorsorglich technische Wartungen durchzuführen", teilte die Airline mit. Lufthansa, Air France und Emirates wollten die Maschinen vorerst weiter fliegen lassen.

Der Qantas-Airbus war auf dem Flug von Singapur nach Sydney in Schwierigkeiten geraten, nachdem es einen Schaden in einem von vier Triebwerken gegeben hatte. Über die Ursache gab es zunächst keine Angaben. Das Flugzeug kehrte sicher nach Singapur zurück.

An Bord war auch Ulf Waschbusch aus Saarlouis. "Wir hörten plötzlich einen Knall, dann sah ich Teile aus dem Flügel brechen." Die Maschine sei ruhig weitergeflogen, "so waren wir alle ziemlich schnell beruhigt", sagte er. Die Piloten hätten die Passagiere ständig auf dem Laufenden gehalten.

   

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