Augsburg (dpa) l Die beiden festgenommenen mutmaßlichen Polizistenmörder von Augsburg sind Brüder und haben die Tat offenbar bisher nicht gestanden. DNA-Spuren vom Tatort konnten jedoch einem der Männer zweifelsfrei zugeordnet werden. "Wir sind jetzt am Anfang", sagte Klaus Bayerl, Leiter der Sonderkommission "Spickel". Einer der beiden Tatverdächtigen hat nach Angaben der Ermittler vor mehr als 30 Jahren schon einmal einen Polizeibeamten erschossen und dafür 19 Jahre Haft verbüßt.

Dieser Mann war demnach von Beginn an im Visier der Ermittler. Ausschlag gaben zuletzt Beobachtungen zweier Polizisten zu einem Fahrzeug eines Münchner Geschäftsmannes. Dieser hatte seit Jahren Kontakt zu einem der Verdächtigen und lieh ihm häufiger sein Auto. Der Tatverdacht habe sich durch das Verhalten der Beobachteten, deren Vermögensverhältnisse und schließlich durch den DNA-"Treffer" erhärtet.

Zwei Monate nach der Tat waren die Männer am Donnerstag festgenommen worden. Sie stehen im Verdacht, am 28. Oktober nach einer Verfolgungsjagd einen 41-jährigen Polizisten erschossen zu haben.