München (dpa). Auf der indonesischen Insel Java ist der Vulkan Merapi ausgebrochen. Er spuckte eine 1,5 Kilometer hohe Fontäne mit glühend heißer Asche und Gesteinsbrocken aus. Tausende Bewohner der fruchtbaren Hänge wurden von dem Ascheregen trotz Warnungen der Behörden überrascht. Mindestens 29 Menschen starben. Experten zufolge könnte der Ausbruch noch Wochen dauern.

"Das ist kein Vulkan, der mit einem großen Bang alles erledigt, sondern einer, der eher Stück für Stück, Schritt für Schritt etwas abschüttet", sagt der Münchner Vulkanologe Donald Bruce Dingwell. Gerade die vielen kleineren Explosionen seien das Gefährliche: Sie könnten den Berg destabilisieren und heiße Gerölllawinen auslösen. "An welchem Tag genau wir es mit einem Kollaps zu tun haben, ist sehr schwierig vorauszusagen".

Auf der indonesischen Inselkette Mentawai ging unterdessen die Suche nach Opfern des Erdbebens von Montagnacht weiter. Mindestens 270 Menschen kamen ums Leben.