Berlin (dpa) - Auch zwei Tage nach dem Hacker-Angriff auf einen Server-Dienstleister der Deutschen Kreditbank (DKB) haben Kunden erneut nicht auf das Online-Banking zugreifen können.

"Aktuell kommt es immer wieder zu Beeinträchtigungen", sagte ein DKB-Sprecher am Nachmittag. Das seien Nachwirkungen des Angriffs, der bereits am Dienstag erfolgt war. Bei dem attackierten Dienstleister handelt es sich um das IT-Unternehmen FI-TS mit Sitz in Haar bei München, zu dessen Kunden auch die DKB-Mutter BayernLB sowie die Deutsche Wertpapier-Service-Bank (DWP) zählen.

Deren Internetseiten waren am Nachmittag ebenfalls nur schwer erreichbar, es sei zu vereinzelten Einschränkungen gekommen, sagte ein Sprecher der FI-TS-Mutter Finanz-Informatik. Das Unternehmen wiederum gehört den Regionaldirektionen der Sparkassen. Dort waren indes keine Kunden betroffen.

Laut DKB gibt es weiterhin keine Anzeichen für einen Datenabgriff. Das Kernbanksystem sei nicht betroffen. Bereits in Auftrag gegebene Daueraufträge, Lastschriften oder Terminüberweisungen würden weiterhin ausgeführt. Auch könnten Kunden nach wie vor Geld am Automaten abheben.