Elbe-Havel-Land l Der Sozialausschuss befürwortet mehrheitlich eine entsprechende Satzung, über die der Verbandsgemeinderat im Herbst entscheiden wird. Mehrheitlich bei zwei Gegenstimmen gibt der Ausschuss dem Rat die Empfehlung, mit einer entsprechenden Satzung die Schulbezirke für die drei Grundschulen in der Verbandsgemeinde neu festzulegen.

Die Kinder, die bereits an den Schulen lernen, bleiben dort, die Neuregelung betrifft ab 2021 nur die Einschüler.

Bestand aller drei Schulen

Noch bevor eine Entscheidung getroffen werden muss, wie es mit der Schulentwicklungsplanung ab Sommer 2022 weitergeht, möchte die Verbandsgemeinde unabhängig davon die Einzugsbereiche verändern. Denn damit kann der Fortbestand der drei Schulen in Sandau, Klietz und Schönhausen gesichert werden – selbst dann, wenn die Kinder aus Garz, Warnau, Jederitz und Kuhlhausen wie von der Einheitsgemeinde Havelberg deutlich gemacht mit Beginn der neuen Phase der Schulentwicklungsplanung ab 2022 nicht mehr in Sandau, sondern in Havelberg lernen.

„Es ist das einzig Sinnvolle und die beste Lösung!“ sagte der Ausschussvorsitzende Sebastian Heinike aus Schollene. „Wir halten vorerst alle drei Grundschulen – was wollen wir mehr?“ Und weiter als vier Jahre könne man ohnehin nicht in die Zukunft blicken. Wolfgang Gehrke aus Hohengöhren erklärte, dass man es leider nicht Jedermann Recht machen kann. „Wir müssen die Eltern auf jeden Fall informieren und ihnen die Möglichkeit geben, darauf zu reagieren.“

Viele Hohengöhrener betroffen

Gerade aus Hohengöhren (inklusive Damm) werden es die meisten Kinder sein, die vom Wechsel von Schönhausen nach Klietz betroffen sind. 2021 sind es fünf Hohengöhrener Kinder, die eingeschult werden, im Jahr darauf vier. Betroffen wären auch die Schönfelder, Molkenberger und Scharlibber, die von Sandau nach Klietz wechseln.

Ab 2021 wären es mit der vorgeschlagenen Änderung dann 68 Schüler in Sandau (66 ab 2022); 80 Schüler in Klietz (67 ab 2022) und 97 in Schönhausen (102) ab 2022). Erst 2025 unterschreitet Sandau mit 55 Kinder die geforderten 60 Kinder.

Kamern noch nicht abgerechnet

Schon 2013 hatte der Rat der Verbandsgemeinde festgelegt, dass Schönhausen und Klietz mittelfristig Bestand haben sollen, resümierte Bürgermeisterin Steffi Friedebold (parteilos). Klietz als zentral gelegene Schule, in der schon zahlreiche Investitionen getätigt worden sind, dürfe auf keinen Fall geschlossen werden. Und: „Auf Dauer gesehen sollte es nicht immer an ein, zwei Schülern hängen. Wir müssen den Bestand unserer Schulen langfristig planen für unsere Kinder, und auch, um Sicherheit bei Investitionen zu haben.“ Zu berücksichtigen ist auch, das von den Kindern, die laut Meldedaten zur Schule kommen, einige an der privaten Schule in Kamern abgemeldet werden – sie fehlen dann in der Berechnung. Allerdings gibt es auch das: Für die Klietzer Schule gibt es aktuell Anmeldungen für das kommende Schuljahr, mit denen bisher nicht gerechnet worden ist.