In drei einfachen Schritten den FCM besiegen

Aktualisiert: 22.09.2022, 09:40
Nico Esche ist Digitalreporter bei der Volksstimme
Nico Esche ist Digitalreporter bei der Volksstimme Foto: vs

neun Spiele, sieben Punkte. Schön anzusehender Fußball – und doch brotlose Kunst. Ich fasse zusammen, was sich in den vergangenen Wochen auf meinem Bildschirm und vor meinen Augen im Stadion abgespielt hat. Es folgt eine Spitze. Oder kurz: In drei einfachen Schritten den FCM besiegen.

Schritt 1: Wichtig ist im ersten Schritt, dass die eigene Defensive stabil bleibt und den technisch begabten FCM-Spielern der Zahn gezogen wird. Einfach am Mann bleiben. Fällt dem FCM nach dreißig Minuten nicht ein, wie die Abwehr zu knacken ist, dämpft das die Stimmung bei den Magdeburger Spielern.

Schritt 2: Nun wird der 1. FC Magdeburg unter Druck gesetzt. Hohe Bälle auf den kleingewachsenen Andreas Müller, die von einem Abnehmer herunter gepflückt werden. Ball halten und verteilen. Schon brennt die Hütte beim FCM. Wichtig nun: Standards im Angriffsdrittel provozieren. Die daraus resultierende hochgespielte Ecke oder den Freistoß versenken. Mit Gegendruck muss dabei kaum gerechnet werden.

Schritt 3: Ähnlich zu Schritt 1, heißt es nun sich in die eigene Hälfte zurückzuziehen und den FCM kommen zu lassen. Die Luft sollte bis hierhin beim Club raus sein. Achtung: Jetzt kommen die kleinen, wuseligen Spieler auf den Rasen. Wenn die Verteidiger nicht verleitet werden, das Bein gegen einen Ito oder Ceka im eigenen Sechzehner stehenzulassen, ist der Sieg so gut wie sicher. Und sollte doch ein Elfmeter folgen, stehen die Sterne gut, dass dieser gehalten oder verschossen wird.

Der 1. FC Magdeburg hat während der Länderspielpause nun zwei Wochen Zeit, sich aus dieser leicht berechenbaren Formel herauszuschälen. Wer wenig Körperlichkeit auf den Platz bringen kann, wie aktuell der FCM, kommt mit nur einem „Plan A“ und einem „Plan B“ nicht weit. Die rote Laterne hängt bereits im Club. Noch sind alle Möglichkeiten gegeben, diese weiterzureichen. Meine volle Hoffnung liegt auf Taktikfuchs Christian Titz und seinem Team.

Blau-Weiße Grüße

Nico Esche