Pyeongchang (dpa) - Eishockey-Weltverbandschef René Fasel will Nord- und Südkorea mit ihrem gemeinsamen Frauen-Team auch nach den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang antreten lassen.

"Derzeit denken wir darüber nach, das weiterzuführen", sagte der IIHF-Präsident in Südkorea. "Wir müssen nun zum IOC gehen und das auch mit Nordkorea besprechen."

Fasel wünscht sich einen erneuten gemeinsamen Auftritt bei den nächsten Winterspielen 2022 in Peking. "Einfach, um das gemeinsame Team zu behalten und es als Botschaft des Friedens zu haben. Wir sollten das wirklich fortsetzen", sagte der Schweizer.

Allerdings müsste sich das vereinte koreanische Team für die nächsten Winterspiele anders als für Olympia in Südkorea erst noch qualifizieren. Zwar will die IIHF den Teilnehmerkreis in Peking von acht auf zehn Teams erhöhen, doch gilt eine sportliche Qualifikation Koreas als praktisch ausgeschlossen.

Südkorea hatte für Pyeongchang in diesem Jahr als Gastgeber ein Startrecht. Im Januar hatte sich Nordkorea als Zeichen der Entspannung zwischen den eigentlich verfeindeten koreanischen Staaten entschieden, Athleten zu den Winterspielen zu entsenden. Per Sondergenehmigung wurde das südkoreanische Team um zwölf Spielerinnen aus Nordkorea aufgestockt und startete als ein Team Korea.

Sportlich war eine der größten Attraktionen der Winterspiele indes nicht konkurrenzfähig. In bisher vier Partien schoss die Mannschaft nur ein Tor und spielt am Dienstag gegen Schweden darum, nicht Olympia-Letzter zu werden.

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