Pyeongchang (dpa) - Ihren historischen Triumph begriff Sofia Goggia anfangs nicht. Bemerkenswert zurückhaltend feierte die Skirennfahrerin ihren Sieg in Pyeongchang, fast so, als habe sie gar nicht das erste Abfahrts-Olympia-Gold einer Italienerin geholt.

"Aber bald wird der Vulkan ausbrechen", sagte Goggia - in Erwartung der Feier bei der Siegerehrung und in der Casa Italia. Goggia hat in Südkorea nicht nur Geschichte geschrieben, sondern auch für den vorläufigen Höhepunkt ihrer eigenen Karriere gesorgt - mit 25 Jahren hat sie dabei noch einige Zeit vor sich. Im Moment des Jubels erinnerte sie an die Rückschläge, etwa einen Kreuzbandriss, der ihr Olympia 2014 vermasselte. "Mir wurde nie etwas geschenkt, ich musste mir alles erarbeiten, und das mit dem Messer zwischen den Zähnen."

Erst vier Weltcup-Siege feierte Goggia bislang, zwei davon bei den Olympia-Generalproben 2017. Auch dabei ließ die Italienerin, die mit Herren-Ski von Peter Fill fährt, US-Star Lindsey Vonn hinter sich. Die Bronzemedaillengewinnerin lobte Goggia als "großartige Gegnerin".

Oft wurde Goggia ihre riskante Fahrweise zum Verhängnis. "Sie hat uns ganz schöne Schrecken eingejagt", berichtete Coach Matteo Guadagnini. "Ich bin eine Chaotin, aber heute wollte ich ein Samurai sein", sagte "Königin Sofia", wie sie die "Gazzetta dello Sport" prompt taufte.

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