Pyeongchang (dpa) - In der Königsdisziplin Abfahrt ist sie am wichtigsten: Die blaue Farbe auf der Skipiste.

Ein Gemisch aus Lebensmittelfarbe und Alkohol wird auf den Schnee gesprüht und ist für die Skirennfahrerinnen elementar, um vor allem bei diffusem Licht und bewölktem Himmel Bodenwellen und Sprünge gut zu erkennen. Wo ist die Kuppe, wo ist eine Senke: Ohne das Hilfsmittel wäre eine Abfahrt noch viel gefährlicher. Ist die Farbe an den falschen oder nicht genug Stellen aufgetragen, sorgt das im Weltcup deswegen häufig für massive Beschwerden der Sportler beim Skiweltverband oder den Veranstaltern.

Allerdings: Die Farbe auf dem Schnee bremst auch. Vor allem in Gleitpassagen - die es auf der Olympia-Strecke im Jeongseon Alpine Centre allerdings fast gar nicht gibt - vermeiden Lindsey Vonn und Co. den Kontakt so gut es geht. "Deswegen mag ich es nicht, wenn sie während des Rennens nachfärben", erklärte US-Star Vonn. "Sie sollten das nur am Anfang machen. Wenn das in den Fernsehpausen gemacht wird, dann ist die Strecke für die nächste Starterin direkt danach viel langsamer."

Die besten zehn der relevanten Weltcupstartliste dürfen ihre Startnummer auswählen. Die Taktiker achten dabei nicht nur auf die Wetterprognose und zu erwartende Entwicklungen auf der Strecke, sondern vermeiden es auch, direkt nach einer Fernsehpause zu fahren.

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