Offenbach (dpa) - Das Jahr 2019 war mit einer Mitteltemperatur von 10,3 Grad zusammen mit 2014 das bisher zweitwärmste Jahr in Deutschland seit Beginn regelmäßiger Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1881.

Das berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach der vollständigen Auswertung aller Messergebnisse. Bei der vorläufigen Auswertung von Ende Dezember war 2019 mit einer Mitteltemperatur von 10,2 Grad "nur" das drittwärmste Jahr gewesen. Das deutschlandweit wärmste Jahr war 2018.

Während der vergangenen 32 Jahre habe es nur zwei unterdurchschnittlich warme Jahre gegeben, so die Klimaexperten des DWD in ihrer Analyse des Jahres. Auch weltweit war 2019 nach vorläufigen Daten der US-Wetterbehörde NOAA das zweitwärmste Jahr, hinter 2016. Eine endgültige Berechnung steht noch aus.

Mit dem Mai 2019 endete in Deutschland eine 13-Monate andauernde Zeit überdurchschnittlich warmer Monate, hieß es unter Berücksichtigung auch des Jahres 2018. Nach dem vergleichsweise kühlen Mai seien dann von Juni 2019 an wieder alle Monate zu warm gewesen. Zudem wurden bereits im letzten Aprildrittel Temperaturen von 25 Grad und mehr festgestellt - was als Sommertag gilt.

Bundesweit habe es im vergangenen Jahr 52 Sommertage gegeben, außerdem 17 heiße Tage, an denen die Temperaturen bei 30 Grad und mehr lagen. Außergewöhnlich war insbesondere das Überschreiten der 40 Grad-Marke an drei aufeinanderfolgenden Tagen vom 24. bis 26. Juli 2019 an zahlreichen Messstationen in westlichen Teilen Deutschlands.

Mitteilung Deutscher Wetterdienst