Aufgespießt

419688 Dosen Eiskaffee unter Quarantäne

Warum die gesamte Ladung schließlich in Saudi Arabien landete

Von Axel Ehrlich
Wird diesmal nichts mit Eiskaffee. Nicht aus dem Glas, nicht mal aus der Dose. Übrigens: Plastikstrohhalm ist  auch verboten.
Wird diesmal nichts mit Eiskaffee. Nicht aus dem Glas, nicht mal aus der Dose. Übrigens: Plastikstrohhalm ist auch verboten. Foto: imago

Heute mal wieder was aus unserer beliebten Reihe „Komische Sachen mit Lebensmitteln“. Passend zur Jahreszeit geht es diesmal um Eiskaffee. Das pappsüße Zeug aus der Dose, das schmeckt wie ein Senioren-Geburtstag: abgestandener Warmhalteplatten-Kaffee mit Sahnetorte. Nur eben alles auf einmal. Fällt weniger auf, wenn es, also das Getränk, richtig, richtig kalt ist.

Den aufmerksamen Inspektoren beim Hamburger Zoll fiel etwas ganz anderes auf: Dieser Eiskaffee, angerührt in Saudi Arabien, enthielt Milchpulver, das nicht der strengen deutschen Eiskaffeeverordnung, eigentlich ist es eher eine Veterinär-Richtlinie, entspricht. Hier war nicht auszuschließen, dass über dieses beigemischte Saudi-Milchpulver Tierseuchen eingeschleppt werden könnten. Sagt der Zoll.

Die exakt 419688 Dosen Eiskaffee kamen also vorschriftsmäßig sechs Wochen in Quarantäne (kennen wir von Covid) und wurden jetzt ohne Umschweife nach Saudi-Arabien zurückgeschickt. Was passiert dort mit der unerwarteten Eiskaffee-Flut? Kleiner Tipp: Ordentlich kühlen, dann schmeckt es nicht ganz so fies...