Aufgespießt

Bayern-Ballermann in die Wüste geschickt

Das berühmte Münchner Oktoberfest soll künftig in Dubai stattfinden

Von Axel Ehrlich
Oktoberfest in Dubai? Da tun sich Frage auf. Zum Beispiel: Was heißt eigentlich Oa, zwoa, gsuffa oder Ozapft is auf arabisch? Foto: dpa

Das Münchener Oktoberfest ist so ziemlich die bayrischste Veranstaltung, die man sich vorstellen kann. Wegen Corona sehen die Wirte in München auch für dieses Jahr keine Chance. Deshalb soll die Mega-Sauf- und Rumtata-Party verlegt werden. Nicht zeitlich, sondern örtlich. Und zwar ins bekanntermaßen nicht ganz so bayerische Dubai.

Das ist kein Stammtisch-Scherz, sondern weitgehend ausgetüftelter Plan mehrerer Großgastronomen. 32 Festzelte, 620 Schausteller, Maibaum und Bavaria-Statue. Der berühmte Mallorca-Sänger Ikke Hüftgold und weitere Ballermann-Barden sind bereits gebucht, auf der Promi-Gästeliste stehen schon jetzt angeblich Arnold Schwarzenegger, Ralf Moeller, Pamela Anderson, Adriano Celentano, Lothar Matthäus, Simone Ballack und Giulia Siegel.

Statt auf der Theresienwiese findet das historisch und kulturell wertvolle Getränkefest dann mitten in der Wüste statt. Da sind Wortspiele wie „wüstes Saufgelage“ nicht fern. Und umgetextete Gassenhauer (jetzt an den Hawaii-Schlager denken): Es gibt ein Bier in Dubai. Wichtig: Betonung auf der zweiten Silbe.