Aufgespießt

Eine Million für einen Parkplatz

Was es mit der wahrscheinlich teuersten Stellfläche der Welt auf sich hat

Von Axel Ehrlich
So ein Parkautomat hat immer Hunger. Mit einer gewissen Investitionsbereitschaft lässt er sich auch länger zufriedenstellen.
So ein Parkautomat hat immer Hunger. Mit einer gewissen Investitionsbereitschaft lässt er sich auch länger zufriedenstellen. Foto: dpa

Sie ärgern sich auch, dass man gerade in der Stadt fast nirgends mehr kostenlos parken kann? Und dass die Bezahlparkplätze immer teurer werden?

Dann lesen Sie diese Nachricht aus der Asien-Metropole Hongkong: In der Wohnanlage „The Peak“ in der City kostet ein Standard-Parkplatz mit einer Fläche von 12,5 Quadratmetern kaum mehr als umgerechnet eine Million Euro.

Plötzlich kommt einem der eine Euro pro Stunde, den ein mittelmäßig gefräßiger heimischer Parkautomat vertilgt, wie Peanuts vor. Mal zum Nachrechnen: Wie lange kann ich meinen Wagen an diesem Automaten abstellen, wenn ich das Hongkong-Budget, eine Million Euro, ansetze? Bei zwölf kostenpflichtigen Stunden pro Tag (nachts ist es meist noch gratis) kann mein Fahrzeug 83333 Tage hier parken. Das sind 228 Jahre, in denen ich mir um den Verbleib meines Autos keine Gedanken machen muss.

Klingt irgendwie doch nach gut angelegtem Geld. Das einzig Nervige: Alle drei Stunden runterrennen und Münzen nachwerfen. Das kann insbesondere im Alter von 228 Jahren doch ziemlich anstrengend werden.