Aufgespießt

Keine Ausnahme für T-Rex

Von Siegfried Denzel
Wenn deutsche Behörden eine Ausgangssperre verhängen, gilt sie auch für furchteinflößende Dinosaurier. Foto: dpa

So, das ist geklärt: Wenn demnächst die Bundes-Notbremse kommt und die Behörden die Straßen dieses Landes zur nächtlichen Verbotszone erklären, dann gilt die Ausgangssperre für alle. Auch für schon längst ausgestorbene.

Beantwortet haben diese Grundsatzfrage zwei mutige Polizisten in Mülheim/Ruhr - offenbar eine Art Modellregion für die Corona-Bremse. Dort wird schon scharf gebremst, so dass ein Tyrannosaurus Rex nachts einsam die Stadt durchstreifte. Bis sich ihm die Beamten entgegenstellten - ob als durchsetzungsstarke Ordnungshüter oder „uniformierte Leckerbissen“ (Polizeibericht), sollte sich erst später entscheiden.

Die Lockdown-Kontrolleure erwiesen sich indes als flinke Ermittler: T-Rex sei in Wahrhein ein „Mühlheimer in einem Karnevalskostüm“ und zudem „friedlich und zügig auf dem Weg in seine eigene Höhle“. Und sie machten ihm klar: Die Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr gilt auch für nachtaktive Reptilien. Ob auch aufmüpfigen Sauriern Bußgelder drohen, ist noch unklar. Doch die Beamten seien „belustigt“ gewesen, teilte die Polizei mit. Na bitte: Lockdown kann auch Spaß machen.