Aufgespießt

Mäuse fressen Löcher in Gefängnis

Nager-Plage: Häftlinge müssen raus aus dem Knast

Von Axel Ehrlich
Maus macht Löcher in den Knast. Von wegen Hochsicherheits-Gefängnis, das ist jetzt eher ein Schweizer Käse.
Maus macht Löcher in den Knast. Von wegen Hochsicherheits-Gefängnis, das ist jetzt eher ein Schweizer Käse. Foto: dpa

Hier kommt eigentlich keiner raus. Weil jetzt aber zu viele reinkamen, müssen alle raus. Hä?

Es handelt sich um den schärfsten Knast in Australien. Die Haftanstalt des Bundesstaates New South Wales in der Stadt Wellington ist mit Stacheldraht, Elektrozäunen, Bewegungsmeldern und hunderten von Kameras gegen Ausbrüche gesichert. Gegen Einbrüche wie diesen ist jedoch selbst die teuerste Technik machtlos: Eine Armada von Mäusen fraß sich durch Deckenverkleidungen und Kabelkanäle ins Innere des Hochsicherheitsgefängnisses. Jetzt muss alles möglichst schnell geräumt werden.

Australien leidet aktuell unter einer Mäuseplage. Die Tiere sind offenbar die Einzigen, die freiwillig ins Gefängnis gehen. Deshalb müssen die eigentlichen Insassen raus. Allerdings nicht in die Freiheit, sondern bloß hinter andere Gitter. Bis Ende des Monats sollen die 420 Häftlinge und 200 Mitarbeiter in andere Haftanstalten verlegt werden. Damit die Kammerjäger freie Bahn für die Nager-Bekämpfung haben. Danach geht es zurück in Australiens sichersten Knast. Gegen Aus- und hoffentlich auch Einbrecher.