Gesundheit

Corona-Spürhunde: Hochschule zieht positives Zwischenfazit

Von dpa 20.09.2021, 18:58 • Aktualisiert: 22.09.2021, 05:57
Corona-Spürhund Cordula steht vor einer Pressekonferenz vor dem niedersächsischen Landtag.
Corona-Spürhund Cordula steht vor einer Pressekonferenz vor dem niedersächsischen Landtag. Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild

Hannover - Nach dem ersten Praxiseinsatz von Corona-Spürhunden bei einem Konzert hat die Tierärztliche Hochschule Hannover ein positives Zwischenfazit gezogen. Die Hunde hätten alle eingebauten Schweißproben erkannt, teilte die Hochschule am Montag mit. Um wie viele Proben es sich dabei handelte, war zunächst nicht bekannt. Bei dem Konzert wurden demnach inaktivierte positive Proben platziert. Damit sollte kontrolliert werden, ob die Tiere in der Lage sind, mit dem Coronavirus infizierte Menschen zu erkennen.

Die Spürhunde waren am Sonntag beim Konzert der Band Fury in the Slaughterhouse in Hannover im Einsatz. Zugelassen waren 500 Besucher, alle mussten vorher einen Antigen-Schnelltest und einen PCR-Test machen und eine Schweißprobe für die Hunde abgeben. Fünf bis sechs Hunde sollten im Einsatz sein, dabei sollten die Tiere nicht durch die Menschenmenge laufen, sondern davon abgesondert die Proben beschnüffeln.

Ziel des Forschungsprojekts „Back to Culture“ der Tierärztlichen Hochschule Hannover sowie von Hannover Concerts und ProEvent Hannover sei es, herauszufinden, ob der Einsatz der Hunde eine Option bei Großveranstaltungen sei, sagte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Es gibt weltweit Interesse an dem Projekt“, betonte der CDU-Politiker.

Die vierteilige Konzertreihe wird in den kommenden Wochen mit weiteren Künstlern in Hannover fortgesetzt. Bei den Auftritten steigen die Besucherzahlen nach und nach auf bis zu 1500 Menschen.