Giftalarm an Haltestellen

Flusssäure am Berliner Alexanderplatz versprüht

Berlin (dpa) l Unbekannte haben am Berliner Alexanderplatz giftige Flusssäure versprüht und so drei Menschen verletzt. Eine Schülerin (12) und zwei Mitarbeiter einer Werbefirma mussten ins Krankenhaus, so die Polizei gestern.

Zwei Mitarbeiter einer Werbefirma hatten gestern die Polizei alarmiert. Die beiden Männer wollten an einer Straßenhaltestelle in der Karl-Liebknecht-Straße Plakate austauschen. Plötzlich hätten sie über Beschwerden beim Atmen geklagt. Sie kamen in eine Klinik.

Unterdessen hatten Polizei und Feuerwehr sechs Bus- und Straßenbahnhaltestellen in der Karl-Liebknecht-Straße und rund um den Alexanderplatz gesperrt. Die Polizei gab gegen 9.30 Uhr zunächst Entwarnung: von Flusssäure keine Spur. Proben der verdächtigen Glasscheiben wurden jedoch routinemäßig ins Kriminallabor gebracht.

Am Nachmittag kam schließlich die Bestätigung: Auf den Proben von den Glasscheiben hätte sich doch Flusssäure befunden. Die Ermittlungen der Polizei waren gestern Abend noch nicht abgeschlossen. Die sichergestellte Kleidung der Verletzten wurde noch untersucht. Die betroffenen Haltestellen rund um den Alex seien gereinigt worden. Eine Gesundheitsgefahr bestand danach laut Polizei nicht mehr.