Peking (dpa) - Nach dem Einsturz eines Restaurants im Norden Chinas sind Medienberichten zufolge mindestens 29 Menschen gestorben.

Sieben Menschen seien bis zur Einstellung der Rettungsarbeiten am Sonntagmorgen (Ortszeit) in der Provinz Shanxi schwer verletzt aus den Trümmern geborgen worden, weitere 21 mit leichten Verletzungen, berichteten Staatsmedien. Alle Schwerverletzten befänden sich in stabilem Zustand. Zum Zeitpunkt des Unglücks feierte demnach ein Anwohner mit Familienangehörigen und Freunden seinen 80. Geburtstag.

Das Lokal im Kreis Xiangfen war am Samstagmorgen eingestürzt. Rund 840 Rettungskräfte, mehr als 20 Spezialfahrzeuge und mehrere Spürhunde waren zeitweise am Ort im Einsatz. Die Ursachen für den Einsturz waren zunächst nicht bekannt. Eine Kommission des Staatsrats wird laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua die Ermittlungen zu dem Vorfall beaufsichtigen.

Das Nachrichtenportal "The Paper" berichtete unter Berufung auf einen örtlichen Beamten, dass untersucht werden soll, ob das Gebäude illegal errichtet worden sei. Ein Anwohner sagte demnach, dass viele Teilnehmer vor dem Unglück nach draußen gegangen seien oder das Geburtstagsfest verlassen hätten, andernfalls hätte es womöglich noch mehr Opfer gegeben.

Laut Xinhua entschieden die Behörden in Shanxi nach dem Unglück, gesonderte Sicherheitsinspektionen von Gebäuden und anderen Orten in der gesamten Provinz durchführen zu lassen.

© dpa-infocom, dpa:200829-99-355572/5