Berlin (dpa) - Wer zum Start ins Pfingstwochenende auf Deutschlands Straßen unterwegs ist, braucht vielerorts Geduld. Die WDR-Verkehrsredaktion etwa registrierte am Freitag bis gegen 16.30 Uhr allein in Nordrhein-Westfalen mehr als 400 Kilometer Stau.

Auf der Autobahn 1 von Dortmund in Richtung Euskirchen etwa verloren Reisende auf mehr als 30 Kilometern im Stau und stockenden Verkehr mehr als eine Stunde. Auf der A3 in Richtung Frankfurt gab es 15 Kilometer Stau und 45 Minuten Wartezeit. Wer über die A3 in Richtung Niederlande fahren wollte, steckte schon hinter dem Kreuz Breitscheid bis Dinslaken in 20 Kilometern Stop-and-Go-Verkehr.

Auch in Hamburg bildeten sich bereits lange Staus. Auf der A 7 geriet der Verkehr etwa in Fahrtrichtung Flensburg/Kiel/Heide auf 19 Kilometern ins Stocken, wie es von der Verkehrsleitzentrale hieß. Neben dem erhöhten Verkehrsaufkommen sorgen hier auch Baustellen für Verkehrsbehinderungen.

In Baden-Württemberg kam es vor allem auf der A 8 Richtung München sowie auf den Autobahnen 5 und 81 laut Verkehrszentrale in Stuttgart am Nachmittag zu viel Verkehr.

Auch Niedersachsen stellt sich auf Verkehrsstaus am Wochenende ein. Vor allem an der Küste erwarte man am langen Pfingstwochenende den zweiten großen Besucheransturm nach den Ostertagen. Autofahrer sollten am Wochenende starke Nerven zeigen, riet der ADAC. Die Fernstraßen zu Nord- und Ostsee gelten als besonders belastet.

In Oberbayern könnten kurzfristige Blockabfertigungen von Behörden in Tirol die Situation auf einigen Straßen verschärfen. Die österreichische Polizei wollte am Grenzübergang der Inntalautobahn A 93 bei der Einreise nach Tirol zeitweise stündlich nur maximal 300 Lastwagen passieren lassen.