Prozesse

Sechseinhalb Jahre Haft für Betrieb von Cannabisplantagen

Von dpa 16.09.2021, 15:45 • Aktualisiert: 17.09.2021, 19:55
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel.
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Mönchengladbach - Als Betreiber mehrerer hochprofessioneller Cannabisplantagen hat das Landgericht Mönchengladbach einen 55-Jährigen zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Mönchengladbacher hatte gestanden, gemeinsam mit einem bereits verurteilten Komplizen in Viersen, Tönisvorst, Schwalmtal und Mönchengladbach hunderte Pflanzen angebaut und kiloweise Marihuana im Wert von über 240.000 Euo geerntet und verkauft zu haben.

Seine Behauptung, er habe nur Beihilfe geleistet, glaubten ihm die Richter nicht und verurteilten den 55-Jährigen am Donnerstag als Mittäter. Sein Komplize aus Willich (57) war bereits Mitte August zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

Bei Durchsuchungen wurden neben falschen Ausweisen auch 173.000 Euro Bargeld sowie Luxusautos und Motorräder sichergestellt. Der 57-Jährige war vor zwei Jahren mit seinem Maurerbetrieb pleite gegangen.

Die Drogenbauern waren im November 2020 aufgeflogen. Ihr Fehler: Der Willicher war zum Haftantritt nicht erschienen. Daraufhin waren sein Telefon und seine Frau überwacht worden. „Wir werden das heutige Urteil anfechten und in die Revision gehen“, erklärte Verteidiger Markus Kluck nach dem Schuldspruch.