Höllentalklamm

Suche nach vermisster Person wird fortgesetzt

Nicht zum ersten Mal rauscht nach starkem Regen eine Welle durch die Höllentalklamm an der Zugspitze - doch dieses Mal kostet sie Menschenleben: Eine Frau ist tot, ein weiterer Mensch wird vermisst.

Von dpa 18.08.2021, 12:29 • Aktualisiert: 18.08.2021, 12:33
Einsatzkräfte der Wasserwacht suchen nahe der Höllentalklamm den Hammersbach und den Uferbereich ab.
Einsatzkräfte der Wasserwacht suchen nahe der Höllentalklamm den Hammersbach und den Uferbereich ab. Lennart Preiss/dpa

Grainau - Nach der Flutwelle in der Höllentalklamm wollen die Einsatzkräfte am Mittwoch die Suche nach einer vermissten Person fortsetzen. Der Einsatz werde allerdings in deutlich kleinerem Umfang ablaufen als die beiden Tage davor, sagte eine Polizeisprecherin. 

Die Rettungskräfte haben die Schlucht demnach mit Hilfe von Drohnen von der Luft aus gefilmt und fotografiert. Dabei seien zum Beispiel einige Schatten gesichtet worden, denen man nun nachgehen wolle. Die Klamm soll an diesen Stellen punktuell abgesucht werden, so die Sprecherin. Dazu seien aber weniger Einsatzkräfte notwendig als bislang.

Am späten Dienstagnachmittag hatten die Retter die Suche zunächst eingestellt. Zuvor war eine Frau tot aus dem Wasser geborgen worden. Die Leiche sollte der Polizei zufolge am Mittwoch obduziert werden. Eine Vermisstenmeldung passe sehr genau auf die Tote.

Acht Menschen waren am Montagabend nach dem Unglück weitgehend unverletzt aus der Klamm nahe Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gerettet worden. Die Polizei geht derzeit von einer weiteren vermissten Person aus. Wenngleich sich nicht gänzlich ausschließen lasse, dass noch weitere Menschen von der Flutwelle mitgerissen worden sein könnten, betonte die Sprecherin.