Washington/Jackson (dpa) - Mehrere Tornados haben im Süden der USA schwere Schäden angerichtet und Menschenleben gekostet. Am schwersten betroffen war der südliche Bundesstaat Mississippi: Dort kamen mindestens elf Menschen sturmbedingt ums Leben, wie der dortige Katastrophenschutz mitteilte.

Hinzu kämen Verletzte, hieß es. Viele Häuser seien beschädigt oder zerstört, Straßen wegen herumliegender Trümmerteile geschlossen worden. Mindestens 72.000 Menschen seien ohne Strom. Die Katastrophenschutzbehörde betonte, es handele sich um vorläufige Zahlen.

Der TV-Sender ABC berichtete, in South Carolina habe es mindestens acht Tote gegeben, in Georgia seien es sechs gewesen. Zudem sei eine Person in Arkansas ums Leben gekommen. Nach Angaben von Louisianas Gouverneur John Bel Edwards gab es in seinem Bundesstaat keine Toten.

Das Unwetter hatte den Süden der USA am Ostersonntag heimgesucht. Die nationale Wetterbehörde NOAA hatte vor möglichen Windgeschwindigkeiten von bis zu 330 Kilometer pro Stunde gewarnt. Es handele sich um ein "außergewöhnlich seltenes Ereignis".

Mississippis Gouverneur Tate Reeves schrieb auf Twitter: "So möchte niemand Ostersonntag feiern." Die Oster-Stürme seien katastrophal, aber sein Bundesstaat lasse sich nicht unterkriegen.

Mehrere US-Staaten riefen angesichts der Unwetter den Notstand aus. Angesichts der Corona-Pandemie appellierten die Behörden in Mississippi an die Bevölkerung, in allen Schutzräumen Atemmasken zu tragen und auch dort die Abstandsregeln zu wahren. Die USA sind das weltweit am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land mit mehr als einer halben Million bestätigten Infektionen und mehr als 22.000 Toten.

US-Wetterbehörde auf Twitter

US-Wetterbehörde, Webseite

The Weather Channel

CNN-Bericht

"New York Times"

Katastrophenschutz in Mississippi auf Twitter

Johns Hopkins University zu Corona-Zahlen

Mitteilung der Katastrophenschutzbehörde in Mississippi

Bericht "Washington Post"