Luhmühlen (dpa) - Kai Rüder hat der deutschen Vielseitigkeits-Equipe einen guten Start in die Heim-Europameisterschaft in Luhmühlen gerettet.

Im ersten Teil des Starterfeldes in der Dressur führte der Reiter von der Insel Fehmarn das Gastgeber-Quartett vorerst auf Rang zwei. Auch im Einzel lag er auf dem zweiten Platz. Andreas Dibwoski erlebte indes mit Corrida als erster deutscher Team-Starter einen enttäuschenden Auftakt.

Nach den ersten zwei von vier Mannschafts-Reitern führt Belgien mit 57,60 Strafpunkten vor Deutschland (60,40), Frankreich (64,20), Italien (64,30) und Titelverteidiger Großbritannien (65,20).

Zwei Tage nach seinem 48. Geburtstag zeigte Rüder auf Colani Sunrise eine starke Vorstellung. "Es war ein sehr gutes Gefühl. Er war sehr entspannt", sagte er über Ritt mit seinem 13 Jahre alten Wallach. Das Paar erhielt 25,80 Strafpunkte und lag damit gleichauf mit dem Franzosen Thibaut Vallette auf Qing du Briot. Nur die Britin Laura Collett war mit London (25,50) besser.

Dagegen haderte Andreas Dibowski aus Döhle mit seiner Wertung. "Ich bin total geschockt von der Note, weil es sich nicht so angefühlt hat", sagte er über die 34,60 Strafpunkte. Am Ende reichte es nur zum 13. Platz in der Einzelwertung.

Im zweiten Dressur-Teil reiten am Freitag der dreimalige Olympiasieger Michael Jung (Horb) mit Chipmunk und die Titelverteidigerin Ingrid Klimke (Münster) mit Hale Bob für Deutschland. Am Samstag folgt der Geländeritt (10.00 Uhr), die Titel werden am Sonntag (11.15 Uhr) nach dem Springen vergeben.

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