Berlin (dpa) - Bei der Wiedereröffnung von Kitas sollte nach Ansicht von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) erwogen werden, Kinder von Alleinerziehenden und Vorschulkinder zuerst wieder in die Betreuung aufzunehmen.

Sie halte es für wichtig, dass weiter die systemrelevanten Berufe dazugehörten, sagte sie im ARD-"Morgenmagazin". Es müsse aber auch Überlegungen geben mit Blick auf Kinder von erwerbstätigen Alleinerziehenden, zudem müssten die Vorschulkinder berücksichtigt werden. Darüber habe sie sich mit ihren Länderkollegen ausgetauscht. "Das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass die in den letzten Monaten vor der Grundschule vorbereitet werden, aus pädagogischen Gründen, und einem Vorschulkind kann man auch erklären, wie Händewaschen geht."

Giffey sprach sich gegen eine weitere Komplettschließung von Kitas aus. "Ich finde nicht, dass wir den Eltern jetzt einfach sagen können: Bis zum Sommer sind alle Kitas dicht", sagte sie dem ARD-"Hauptstadtstudio". Viele Eltern kämen an ihre Grenzen. Homeoffice mit Kleinkindern, funktioniere in der Realität doch nicht so gut. "Jede Maßnahme, die wir jetzt überlegen, muss alltagstauglich sein und das Thema Vereinbarkeit und gerade auch die Frauen dürfen an dieser Stelle nicht herunterfallen."