Berlin (dpa) - Nach Angaben der Bewegung Fridays for Future haben in Berlin am Freitag deutlich mehr Menschen für Klimaschutz demonstriert als zunächst angenommen.

"In Berlin sind heute im Rahmen von FridaysForFuture ca. 270.000 Menschen auf der Straße", twitterte das Bündnis als Mitveranstalter am Freitagnachmittag. "Diese Gesellschaft ist beim Klimaschutz so viel weiter als ihre Regierung." Zuvor hatte die Bewegung 100.000 Demonstranten vermeldet, während die Polizei zuletzt von "mehreren Zehntausend" ausging.

"Wir sind keine "ungeduldigen jungen Menschen", wie Frau Merkel gerade sagt. Sondern eine Gesellschaft, die sich wie nie zuvor aufmacht und echte Klimapolitik einfordert", twitterte Luisa Neubauer, eines der bekanntesten deutschen Gesichter von Fridays for Future. Die Großdemonstration rund um das Brandenburger Tor war am Freitagnachmittag noch im Gange.

In Hamburg sind mindestens 70.000 Menschen dem Aufruf zum globalen Klimastreik gefolgt. Diese Schätzung gab die Polizei am Nachmittag bekannt. Aufgerufen hatte die Jugendbewegung Fridays For Future. Unterstützt werden sie von Gewerkschaften, Kirchen, Umweltverbänden, Menschenrechts- und Friedensorganisationen.

Der Verlauf sei absolut friedlich, sagte ein Polizeisprecher. Die vom Verfassungsschutz beobachtete Interventionistische Linke hatte "Verkehrsblockaden und radikale Aktionen" am Rande des Klimastreiks angekündigt.

In Freiburg gingen rund 17.000 Menschen auf die Straße. Von dieser Zahl ging ein Polizeisprecher am Morgen zu Beginn der Versammlung aus, die Tendenz war steigend. Neben Jugendlichen hätten sich auch viele Erwachsene versammelt. "Das ist ein eindrucksvolles und starkes Signal der Bürger", sagte Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos). Das Bündnis Fridays for Future hat diesmal explizit nicht nur Schüler und Studenten, sondern auch Arbeitnehmer aufgerufen, sich an dem globalen "Klimastreik" zu beteiligen.

In der Frankfurter Innenstadt hatten die Demoa smit Straßenblockaden begonnen. Am zentral gelegenen Baseler Platz hielten mehrere Dutzend Aktivisten den Straßenverkehr auf und lösten einen Stau sowie ein Hupkonzert aus. Nach Angaben der Polizei gab es auch an der Friedberger Warte erste Proteste. Im Laufe des Tages werden in Frankfurt Tausende Teilnehmer zu einem Sternmarsch mit anschließendem Demonstrationszug erwartet. Auch in anderen hessischen Städten sind Kundgebungen geplant.

Aufruf Alle fürs Klima

Demo Fridays for Future Berlin

   

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