Berlin (dpa) - Viele Bundeswehrpiloten erreichen nach einem Zeitungsbericht nicht die von der Nato angeforderte Mindestzahl an Flugstunden.

Wie die "Bild" (Montag) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion berichtet, absolvierten im vergangenen Jahr nur 512 der 875 der Bundeswehrpiloten wegen des Fehlens von Flugzeugen ausreichend Übungsflüge, 42 Prozent haben zu wenige Flugstunden.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte das damit, dass die Anforderungen der Nato höher sind als die nationalen. Die Erfüllung der Aufgaben der Luftwaffe innerhalb der Nato würde dadurch aber nicht beeinträchtigt. "Aktuell erfüllen wir alle in die Nato eingebrachten Erfordernisse und das ist das Entscheidende", sagte Ministeriumssprecher Christian Thiels.

Der FDP-Abgeordnete Alexander Graf Lambsdorff forderte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) auf, "hier schnellstmöglich" nachzubessern. "Ansonsten werden noch mehr hoch qualifizierte Piloten den Dienst quittieren", sagte er "Bild".