Wust l Nach vier Wochen Sommerschule und einer Woche Nachbereitung ist nun erst einmal die Luft raus. Mit so vielen Teilnehmern wie nie war es eine Riesen-Herausforderung, die das kleine Team stemmen musste. Jörg Hellmuth, selbst rund um die Uhr als „Mädchen für alles“ im Einsatz, ist vor allem Heidi Sureck und Hartwin Ebel im Sommerschulbüro dankbar, dass sie zusammen mit weiteren Unterstützern für einen nahezu reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Dazu gehörte nicht nur der Schreibtischkram, sondern beispielsweise das Reinigen der Räume und Putzen der Toiletten, Geschirrspülen, Fahrradreparieren oder das Besorgen von jeder Menge Getränke, die bei der Hitze gebraucht wurden. „Die hohen Temperaturen an den meisten Tagen waren fast schlimmer als Dauerregen, den wir auch schon hatten“, berichtet Jörg Hellmuth.

Je 14 Klassen in beiden Durchgängen unterzubringen, verlangte Improvisation. Denn das Schulgebäude allein reichte dafür nicht aus. Da wurden auch das Gerätehaus der Feuerwehr und der Jugendklub genutzt, außerdem der Speicher.

Während die Schulküche morgens und mittags die Schüler versorgte, bekamen die Dozenten in der Cafeteria im Speicher erstmals Essen aus Schönhausen. „Bislang hatten wir einen Caterer aus Stendal. Aber wegen der Bauarbeiten auf der Elbbrücke war das mit der pünktlichen Anlieferung schwierig, so dass wir in der ,Elbaue‘ nachfragten. Das hat bestens geklappt und den Dozenten schmeckte es“, ist der Leiter zufrieden.

Auch wenn es mit den vielen Teilnehmern, den zuverlässigen Sponsoren und Förderungen ein kleines finanzielles Polster gibt, ist weiterhin größte Sparsamkeit verlangt. Denn im Speicher sind Reparaturen nötig, „und die Fenster müssen gestrichen werden“, zählt Jörg Hellmuth außerdem kleine Anschaffungen auf, die in Speicher, Baracke und auf dem Sportplatz gebraucht werden.

Der Sommerschulverein hofft, dass die nun geschlossene Schule auch künftig genutzt werden kann. Deshalb bleiben die meisten Möbel auch stehen. Bürgermeister Bodo Ladwig hat versprochen, alles zu versuchen, dass die Sommerschule erhalten bleibt.

Zum positiven Resümee gehört auch das anspruchsvolle Kulturprogramm mit Konzerten und Vorträgen, die gut besucht waren.