Seehausen l Nach der Gewerbeschau zur SEEGA 2019 setzt Wirtschaftsförderin Lisa Weigelt jetzt mit einer Ausbildungsmesse für die Verbandsgemeinde Seehausen Akzente. Am Montag ging die Premiere im Foyer der Wischelandhalle über die Bühne.

Die Resonanz konnte sich für den Auftakt sehen lassen. 14 Unternehmen die zum Teil seit vielen Jahren selbst junge Leute ausbilden oder in Kooperation mit anderen Firmen ausbilden lassen wollen, waren der Einladung gefolgt. Die Betriebe standen allerdings für eine ungleich höhere Zahl an Berufen, die vom Landwirt und Gärtner über Metallbauer und Mechaniker, Hoch- und Tiefbauer, Logistiker und Informatiker, Gastronom und Handwerker bis zu Verwaltungsfach- und Versicherungskaufleuten oder Pfleger und Pädagoge reichten, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Zielgruppe waren die 7., 8. und 9. Klassen, die für diesen Zweck keinen Unterricht ausfallen lassen mussten, weil die letzten Tage vor den Ferien ohnehin der traditionellen Projektwoche gehören und die von der Winckemann-Gemeinschaftsschule nur ein paar Schritte zu gehen hatten.

Rund 110 junge Damen und Herren ließen sich an den Ständen über die Tätigkeitsfelder der unterschiedlichsten Berufe, über Weiterbildungs-, Aufstiegs- oder Verdienstmöglichkeiten informieren.

Die Anbieter versuchten, für ihre Branchen zu werben, die Notwendigkeit unpopulärer Arbeitszeiten oder -tätigkeiten zu erklären und zum Teil auch mit Vorurteilen aufzuräumen, die manche Berufe nur schwer loswerden.

Resonanz entscheidend

Welchen Stellenwert die Ausbildungsmesse künftig bekommt, wird die Resonanz von der Schule und seitens der beteiligten Firmen zeigen. Die Lehrer hoben schon mal die Daumen. Die Schule begleitet zwar selbst viele Aktivitäten zur Berufsausbildung. So konzentriert konnten die Jugendlichen bislang aber nicht mit heimischen Betrieben in Verbindung treten.

Die Betonung auf heimisch war auch der Wirtschaftsförderin wichtig, die hiesigen Firmen helfen will, aber auch junge Leute in der Region halten möchte. Denn wer einmal weg ist, kommt so schnell nicht zurück.

Die Resonanz bei den Firmen wird in den kommenden Tagen abgefragt. Danach könne entschieden werden, ob die Ausbildungsmesse eine Eintagsfliege bleibt – wonach es eher nicht aussieht – oder in welchem Rahmen und wie häufig sie fortgeführt wird. Vielleicht müssen die Beteiligten auch noch etwas am Termin schrauben. Zum Ende des Unterrichtsjahres passt es vielleicht gut in die Pläne der Schule. Einige Unternehmen hatten aber ihre Teilnahme abgesagt, weil sie sich bereits im Ferienmodus befinden und viele wichtige Mitarbeiter auf Reisen waren.