Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Radprofi Maximilian Schachmann sieht in seiner Sportart trotz der jüngsten Blutdoping-Vorfälle Fortschritte im Anti-Doping-Kampf.

"Was für mich den Schmerz lindert, ist, dass schon diskutiert wird: Bringt das überhaupt noch was? Das System ist schon viel lückenloser, als es mal war. Es gibt Fachleute, die sagen: In dem Maße, in dem man Blut zurückführt, bringt das nicht mehr viel", sagte Schachmann der Deutschen Presse-Agentur im Rahmen der Streckenpräsentation für die Deutschland-Tour (29. August bis 1. September) in Frankfurt am Main.

Mit Blick auf das mutmaßliche Erfurter Doping-Netzwerk um Sportarzt Mark S. sagte der 25 Jahre alte Berliner: "Man versteht nicht, warum man alles aufs Spiel setzt. Der Arzt hätte sein Wissen auch nutzen können, um anderen zu helfen. Die besagten Sportler, die erwischt worden sind: Denen ging es nicht schlecht. Sie haben gutes Geld verdient." Verständnislos fügte Schachmann an: "Das alles aufs Spiel zu setzen und jetzt einen beschmutzen Namen zu haben und sich nirgendwo mehr blicken lassen zu können. Ich weiß nicht, warum man dieses Risiko auf sich nimmt."

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