Magdeburg l Das Eier-Schlemmen zum Osterfest hat gar nicht so große Wirkungen auf den Cholesterinspiegel, wie oft angenommen wird. Vielmehr kommt es auf eine allgemein gute Ernährung an. Der Cholesterinspiegel steigt zwischen Ostermontag und Karfreitag und nicht umgekehrt.

Generell sorgt eine mediterrane Ernährung für einen ausgewogenen Cholesterinspiegel: Hier bestimmen oft Gemüse, Obst, Salate und Vollkornprodukte den Speiseplan. Auch ist Cholesterin nicht gleich Cholesterin - in der Medizin unterscheiden wir zwischen dem „bösen“ LDL- und dem „guten“ HDL-Cholesterin. Als Eselsbrücke bietet sich, in Anlehnung an die Chat-Abkürzung HDL, die Bezeichnung „hat dich lieb“ an. Um es medizinisch genau zu nehmen: damit bezeichnet man die Stoffe, die das Cholesterin transportieren. Der Cholesterinspiegel ist auch nicht ein Wert, sondern setzt sich aus verschiedenen Blutwerten zusammen.

Die Folgen schlechter Werte sind eindeutig. Schlechte Cholesterin-Werte öffnen zum Beispiel einem Herzinfarkt Tür und Tor durch die Ablagerungen der Fette in den Adern. Doch was dürfen oder sollten wir dann essen? Gesättigte Fettsäuren haben einen viel größeren Einfluss auf die Cholesterinmenge im Blut, als wenn ein Lebensmittel selbst Cholesterin enthält. Viel von beidem haben fettige Speisen, insbesondere Fleisch- und Wurstprodukte. Davon also nur wenig essen. Viel Cholesterin ist auch in magerem Fleisch und den (Oster-)Eiern. Da jedoch kaum gesättigte Fettsäuren vorhanden sind, ist der Verzehr nicht so bedenklich. Richtig gemein wird es bei Lebensmitteln, die Transfettsäuren enthalten; dabei wird der HDL-Spiegel gesenkt und der LDL-Spiegel erhöht. Das finden wir zum Beispiel in stark verarbeiteten Lebensmitteln wie Blätterteig, Chips oder Pommes. Das Gegenteil bewirken Omega-3-Fettsäuren, die insbesondere in Fisch vorkommen.

Doch auch ein Begleiter des Eis kann die Gesundheit schädigen: das Salz. Wir essen ohnehin schon zu salzig. Wer dann noch einmal richtig nachsalzt, steigert nochmals das Risiko für einen Herzinfarkt oder Nierenerkrankungen. Doch auch hier gilt: Es kommt darauf an, dass die Ernährung generell gesund sein muss. Das einmalige „über die Stränge schlagen“ zum Osterfest dürfte dann in den meisten Fällen ohne weitreichende Folgen sein. Bleiben Sie gesund.