Berlin (dpa) l Ein paar Streaming-Tipps für die nächste Zeit:

Umweltdrama

Wegen Corona ist in diesem Jahr wohl etwas weniger über den Klimawandel gesprochen worden als 2019 – auch in Filmen spielt er aber eine Rolle, etwa in Dokus wie "I Am Greta". Das Erste zeigte jüngst (Erstausstrahlung 18.11.) eine wichtige Premiere: Andres Veiels neuer Film "Ökozid". Es ist der erste Fernsehspielfilm des 1959 in Stuttgart geborenen Regisseurs ("Black Box BRD", "Beuys", "Die Spielwütigen"). Das unter anderem mit Nina Kunzendorf, Ulrich Tukur und Edgar Selge prominent besetzte, 90 Minuten lange Gerichtsdrama spielt im Jahr 2034.

Es geht um die Verantwortung Deutschlands in Sachen Klima: 31 Staaten des sogenannten Globalen Südens verklagen die Bundesrepublik vor dem Internationalen Gerichtshof auf Schadenersatz für die Folgen des Klimawandels. Vertreten werden die klagenden Länder von zwei engagierten Anwältinnen. In der ARD-Mediathek kann man den durchaus anstrengenden, aber sehr lohnenden Film noch bis zum 18.2.2021 jederzeit kostenlos abrufen.

Kalte Krieger

 Berlin im Jahr 1961. Vier Besatzungsmächte bestimmen über das Schicksal der Stadt. Angst vor einem Dritten Weltkrieg liegt in der Luft. In der Stadt wimmelt es von Spionen, Verrätern und Doppelagenten der vier Alliierten. Noch gibt es keine Mauer. Der Übergang zwischen Ost und West ist noch möglich. Mittendrin muss der britische Spion Fielding Scott einen Verräter in den eigenen Reihen finden. Eine brisante Mission angesichts der angespannten Lage in jener Stadt, die zum vermeintlich gefährlichsten Ort der Welt geworden ist. In der aufwendig produzierten historischen Streamingserie "Spy City" auf Magenta TV spielen unter anderem Dominic Cooper ("Need for Speed"), Leonie Benesch ("Der Club der singenden Metzger") und Johanna Wokalek ("Die Päpstin") mit.

Zu gut für diese Welt

Der ungewöhnliche Jugendfilm "Raus aus Åmål" hat den Schweden Lukas Moodysson vor gut 20 Jahren zu einem Kultregisseur gemacht. Sein jüngster Streich ist jetzt zu streamen: Der 28 Jahre alte Kinderpsychologe Gösta zieht für seinen ersten Job aus Stockholm ins ländliche Småland. Sein Ziel ist, immer das Beste im Menschen zu sehen, der netteste Mensch zu sein und allen zu helfen, dieihm begegnen. Das kann einfach nicht gut gehen. "Gösta" steht mit zwölf Folgen zu je 30 Minuten in der ARD Mediathek.

Ganz schön böse

TVnow feiert den Advent mit schwarzem Humor. Iris Berben, Adele Neuhauser, Heiner Lauterbach und Michael Wittenborn schrecken vor nichts zurück. Im Vierteiler "Unter Freunden stirbt man nicht" wird die Leiche von Hermann (Walter Sittler) von seinen vier Freunden Ella, Annette, Joachim und Friedrich herumgeschleift, fast angezündet und verleumdet – und alles nur, um seinen Tod zu vertuschen. Wer solche Freunde hat, braucht keinen Bestatter mehr. Ab 17. Dezember auf TVnow.