Magdeburg l Volkskrankheit Diabetes: Darunter sind etwa zwei Millionen, die noch nichts von ihrer Erkrankung wissen. Etwa 95 Prozent der Erkrankten leiden an Diabetes Typ 2. Schätzungsweise 300.000 Erwachsene und über 30.000 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren haben Typ-1-Diabetes.

Unbehandelt hat die Zuckerkrankheit dramatische Folgen: Die Komplikationsrate für Herzinfarkt und Schlaganfall ist ungefähr zwei- bis dreifach erhöht. Jedes Jahr werden als Folge der Zuckerkrankheit etwa 40 000 Beine, Füße oder Zehen amputiert. Rund 2000 Menschen erblinden, und der Diabetes ist die häufigste Ursache dafür, dass Menschen regelmäßig zur Dialyse müssen.

Da der Körper bei Diabetes Typ 1 nicht selbst eine passende Insulindosis produzieren kann, müssen Betroffene bei jeder Mahlzeit das zugeführte Insulin genau auf die enthaltenen Kohlenhydrate (KH) abstimmen. Zucker ist in vielen Fertigprodukten versteckt und sollte nur in Maßen verzehrt werden. Auch der Fruchtzucker ist keine gesunde Alternative, und auch Süßstoffe sollten Sie nicht bedenkenlos zu sich nehmen. Gewöhnen Sie Ihren Geschmack lieber nach und nach an weniger Süße. Nutzen Sie dafür die natürlichen Aromen aus frischen Zutaten wie zum Beispiel aus Kräutern.

Die Grundlage der Ernährung sollte aus Gemüse und zuckerarmen Obstsorten bestehen. Zudem sind ballaststoffreiche Beilagen von Vorteil: Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Vollkornreis. Eiweißquellen finden wir in magerem Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten sowie Nüssen und Hülsenfrüchten. Diese machen gleichzeitig lange satt und verhindern den schnellen Blutzuckeranstieg. Beim Diabetes Typ 2 liegt eine sogenannte Insulinresistenz, das heißt eine verminderte Wirkung, vor, dadurch wird der Blutzuckerspiegel zu hoch. Hier kann die Ernährungsmedizin punkten, denn: man kann selbst etwas tun. Voraussetzung ist die Umstellung auf eine gesunde Ernährung mit viel frischen, wenig industriell verarbeiteten Produkten und richtig dosiertem Eiweißanteil.

Die Grundlage Ihres Speiseplans sollte aus Gemüse und zuckerarmen Obstsorten bestehen. Gewicht und Bauchumfang sind ein wichtiger Faktor bei Insulinresistenz, das heißt Diabetes Typ 2. Das Bauchfett muss weg! Wer also einen Snack benötigt, kann gern auf blutzuckerneutrale Snacks zurückgreifen: Gemüserohkost oder zwei Esslöffel Nüsse. Und achten Sie darauf, das Eiweiß richtig zu dosieren: Ein Gramm Eiweiß pro Kilo Sollgewicht (Normalgewicht laut BMI-Tabelle), möglichst verteilt auf drei Mahlzeiten.