Berlin/Düsseldorf (dpa) l Wer selbst kein Glück bei Fachärzten hat, kann sich telefonisch an die Termin-Servicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen wenden. Wann und wie diese erreichbar sind, ist je nach Bundesland unterschiedlich - eine Übersicht gibt es auf der Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit.

Diese Stellen sind dafür zuständig, Patienten einen Termin zu vermitteln – am besten beim Facharzt, notfalls im Krankenhaus. Dieser Service soll mit dem neuen Gesetz für schnellere Arzttermine künftig stark ausgebaut werden. Momentan gilt noch: Die Stellen haben eine Woche Zeit, um dem Patienten einen Termin zu beschaffen. Zwischen Anruf und Termin dürfen nicht mehr als vier Wochen vergehen, beim Krankenhaus dürfen es auch fünf sein, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Um den Service nutzen zu können, brauchen Patienten eine Überweisung vom Hausarzt mit einem sogenannten Dringlichkeitsvermerk – außer beim Augen- oder Frauenarzt. Patienten haben bei der Vermittlung zudem keinen Einfluss darauf, zu welchem Arzt es geht. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln darf die Fahrt zur Praxis aber höchstens 30 Minuten länger dauern als die Fahrt zum nächstgelegenen Facharzt.

Haus- und Kinderärzte für dauerhafte Betreuung vermitteln die Termin-Servicestellen aktuell noch nicht. Und auch für Akutfälle sind sie bisher nicht zuständig. Beides soll sich nach dem neuen Gesetz ab Anfang 2020 ändern. Zudem sollen die Stellen rund um die Uhr, unter einer einheitlichen Rufnummer und auch online erreichbar sein.