Magdeburg l Die Frage danach, wie Gewichtsprobleme reduziert und etwas für die eigene Gesundheit getan werden kann, beantworten immer mehr Sachsen-Anhalter mit dem Laufsport. Offizielle Zahlen, wie viele in ihrer Freizeit die Laufschuhe schnüren, können nicht erhoben werden: Gelaufen werden kann ganz ohne Verein und Club. Die seit Jahren stetig steigenden Teilnehmerzahlen an Volksläufen wie dem Magdeburg-Marathon als größte Laufveranstaltung des Landes, dem Harz-Gebirgslauf und der Firmenstaffel Magdeburg, deren 5000 Startplätze stets Wochen vor dem Start ausgebucht sind, belegen den anhaltenden Lauftrend.

Besonders der gesundheitsfördernde Aspekt mobilisiere Einsteiger, weiß Uwe Haake. „Es gibt nichts Schöneres, als sich an der frischen Luft zu bewegen und sich über eine absolvierte Laufeinheit zu freuen“, sagt der Laufcoach. Einsteigern rät er, das Pensum in der Anfangszeit nicht zu überdrehen. „Viele meinen aufgrund ihrer Motivation, binnen weniger Wochen das nachholen zu können, was man über Jahre vernachlässigt hat. Nämlich körperliche Bewegung. Das ist ein falscher Ehrgeiz.“

Maximal zwei Einheiten

Der Experte empfiehlt Anfängern, über die Woche verteilt maximal zwei Einheiten im Terminkalender einzuplanen. Über die Regelmäßigkeit kann zum einen herausgefunden werden, „wie der Körper reagiert und ob ich wirklich Spaß am Laufen habe und zum anderen über die Freude die Motivation geschaffen werden, wieder loszulaufen“. Spür- und sichtbare Effekte wie ein besseres körperliches und psychisches Wohlbefinden, Erfolge auf der Waage und eine verbesserte Kondition „stellen sich erst nach einer gewissen Zeit ein. Daher ist anfangs eine große Portion Geduld gefragt“, so der ehemalige Leistungssportler.

Das romantische Bild vom Lauf in den Sonnenuntergang hinein ist mit Fleiß und Schweiß verbunden. Und mit Gehpausen. „Sie sind keine Schande. Im Gegenteil. Sie zeigen, dass man die Signale des Körpers wahrnimmt“, sagt Haake. So können Läufer die Erfolgserlebnisse voll auskosten, die ihnen der Freizeitsport beschert.