Magdeburg l Die Erwartungen, die Konsumenten an Superfoods stellen, sind groß: Sie sollen schlank machen, das Immunsystem stärken und Krankheiten vorbeugen. Doch um unsere Gesundheit aufzuwerten, müssen es nicht zwangsläufig Goji-Beeren aus China sein. Einige Lebensmittel, die bei uns heimisch sind, können aufgrund ihrer Inhaltsstoffe ebenfalls zu den Superfoods gezählt werden.

Heidel- statt Acai-Beeren

Acai-Beeren wachsen im brasilianischen Regenwald, enthalten viele Antioxidantien und sollen besonders gut für die Fettverbrennung sein. Mindestens genauso gesund sind unsere Heidelbeeren. Und hier ist die gezielte Wirkung gegen Bauchfett bereits in einer Studie bewiesen.

Apfel statt Gojibeeren

Die aus China stammenden Gojibeeren haben einen besonders hohen Vitamingehalt und sollen eine krebsvorbeugende Wirkung haben. Allerdings sind sie häufig mit Pestiziden belastet. Alte Apfelsorten wie zum Beispiel Boskop sind eine gute Alternative und enthalten mehr Polyphenole als neuere Züchtungen.

Heimische Superfoods

Magdeburg (at) l Superfoods wie Chia-Samen sind teuer und werden zudem aus fernen Ländern importiert. Doch es gibt regionale Alternativen, die noch dazu im eigenen Garten angebaut werden können.

  • In kalten Wintermonaten schützen die Sanddornbeeren vor Erkältungen, da sie viel Vitamin C enthalten. Das Wildobst wächst am Strauch, geerntet werden die Beeren zwischen September und Oktober. Sanddorn wird selten roh gegessen, da das Obst recht sauer schmeckt. Er wird gerne zu Saft, Mus, Tee oder Marmelade verarbeitet. Foto: Frucht-Erlebnis-Garten Petzow/Christine Berger/dpa/tmn

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  • Ein Haselnussstrauch braucht viel Sonne und nährstoffreichen Boden. Die Erntezeit beginnt im September, Haselnüsse sind mitunter wichtige Kalzium-Lieferanten. Foto: Patrick Pleul dpa/lbn

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  • Die Aroniabeere, auch

    Die Aroniabeere, auch "Apfelbeere" genannt, enthält Anthocyane, die gut für die Blutgef...

  • Ingwer-Knollen sind besonders als Mittel gegen Erkältungen beliebt. Statt ihn zu kaufen, kann er auch einfach auf der Fensterbank gezüchtet werden. Die Wurzel dafür in einen Topf mit Erde setzen und täglich befeuchten. Zeigt sich ein erster Trieb, die Pflanze umtopfen. Nach rund acht bis zehn Monaten können die ersten eigenen Ingwerknollen geerntet werden. Foto: Wolfram Kastl/dpa

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  • Die Goji-Beere kann auch in unseren Breiten angebaut werden. Hier ist sie vornehmlich als Wolfsbeere bekannt und wächst am Bocksdorn-Strauch. Wer gleich auf eine andere Alternative zurückgreifen möchte, kann schwarze Johannisbeeren anpflanzen. Foto: Holger Hollemann/dpa

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  • Brombeeren sind wahre Vitaminbomben. Werden die Sträuche im Frühjahr gepflanzt, kann ab Juli geerntet werden. Foto: Henning Kaiser/dpa

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  • Grünkohl ist ein sehr gesundes Gemüse. Er liefert Calcium, Eisen, Vitamin K und C. Außerdem wird er wegen seines Proteins oft als Alternative zu tierischem Eiweiß empfohlen. Grünkohl gibt es fast das ganze Jahr über in verschiedenen Sorten zu kaufen, dennoch zählt er zum Wintergemüse. Mitte Mai wird er ausgesät, ab dem ersten Frost kann geerntet werden. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

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Lein- statt Chiasamen

Mit zu den bekanntesten Superfoods zählen wohl die Chiasamen. Schon die Maja wussten um die positiven Eigenschaften: Sie sind reich an Vitamin E, Kalzium und Ballaststoffen. Unsere Leinsamen weisen eine ganz ähnliche Zusammensetzung auf. Sie beugen zudem Darmkrebs vor.

Grünkohl statt Moringa-Pulver

Die Blätter des Moringabaums sind wahre Nährstoffbomben. Vitamin C und A, Kalzium, Kalium und Eisen sind besonders reich vertreten. Grünkohl und auch Brokkoli können hier mithalten. Zusätzlich liefern sie Vitamin K, Folsäure, Magnesium und Antioxidantien.

Hafer- statt Erdmandelflocken

Erdmandelflocken enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß sowie Mineralstoffe. Doch Haferflocken können noch mehr: Sie sind reich an Eiweiß, Ballaststoffen, Zink, Vitamin E sowie B1 und wirken positiv auf den Blutzucker- und Cholesterinspiegel.