Den Stoff für diese Seite liefern die Sorgen unserer Leser. Darüber berichten wir jede Woche. Aber die meisten Anliegen werden in den Ämtern natürlich korrekt und sachgerecht bearbeitet. Wenn dabei mit besonderem Einsatz Lesern geholfen wurde, ist das auch mal ein öffentliches Dankeschön wert. Heute geht unsere symbolische Dankeschön-Rose an Brigitte Schmigelski vom Arbeitsamt Halberstadt:

"Ich habe zwei Söhne in der Ausbildung, die durch unterschiedliche Ereignisse (Insolvenz) in Situationen gerieten, dass der Abschluss ihrer Lehre kurz vor den Prüfungen im 3. Ausbildungsjahr gefährdet war", schilderte uns Petra Winkel aus Dingelstedt im Landkreis Harz eine schwierige Situation in ihrer Familie.

"Zum Glück half meinen beiden Söhnen die Berufsberaterin Brigitte Schmigelski von der Agentur für Arbeit Halberstadt schnell und wirkungsvoll. Innerhalb kürzester Zeit gelang es ihr, Ausbildungsbetriebe in Halberstadt zu finden, in denen meine Söhne ihre Ausbildung beenden konnten. Dafür möchte ich mich recht herzlich bedanken", so das Lob der Mutter.

Grund genug für uns, Brigitte Schmigelski etwas näher kennenzulernen. Seit 2002 arbeitet die 53-jährige Halberstädterin als Berufsberaterin. Sie weiß, den richtigen Beruf zu finden, das ist nicht einfach. "Deshalb beginnt Berufsberatung schon sehr frühzeitig. Wir Berater gehen regelmäßig in Schulen, Klassen kommen zu uns ins Berufsinformationszentrum (BiZ), wir informieren über ganz unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten, neue Berufsrichtungen, organisieren Elternabende", umreißt Brigitte Schmigelski ihr Aufgabengebiet.

Es ist gar nicht so selten, dass Jugendliche überhaupt nicht wissen, welche Richtung sie künftig einschlagen wollen. "Im gemeinsamen Gespräch werden dann Interessen abgeklopft, Stärken erkundet, um dann zielgerichtet eine Auswahl treffen zu können", erklärt Brigitte Schmigelski.

Ihr eigener Berufswunsch stand schon in der Schule fest: "Ich hatte ein Faible für Zahlen und technische Zeichnungen", verrät sie. Maschinenbauzeichner war ihr Wunschberuf, den sie erlernte und in dem sie gern arbeitete. Doch sie hatte auch stets Lust auf Neues, absolvierte deshalb später ein Technologiestudium.

Als ihre beiden Töchter aus dem "Gröbsten raus waren", sagte sie den Zahlen ade und wechselte zur Agentur für Arbeit Halberstadt. Wieder hieß es, dazuzulernen. Aber das fand sie ja gerade interessant. Bei Qualifizierungen holte sie sich das fachliche Rüstzeug. Das Zuhörenkönnen und sich schnell auf andere einzustellen, brachte sie schon mit.

"Wenn es gelingt zu helfen, wie im Fall der Familie aus Dingelstedt, dann freut man sich natürlich", meint Brigitte Schmigelski. "Dabei passte auch alles gut zusammen. Das ist nicht immer so", meint sie und macht eine kurze Pause. Man spürt, sie gibt nicht so schnell auf, ist hartnäckig, wenn Probleme zu lösen sind.

Neben ihrer Arbeit als Berufsberaterin betreut sie ein weiteres Aufgabenfeld in der Halberstädter Agentur für Arbeit als Beraterin im Berufsinformationszentrum. "Kurzberatung" nennt sich das. Es liegt ihr sehr am Herzen, merkt man sofort, als sie davon spricht. Brigitte Schmigelski hebt ihre Stimme dabei, spricht schneller, so als wolle sie alles in einen Satz packen und mit einem mündlichen Ausrufezeichen versehen.

Ziel dieser Arbeit ist es, das Kundenanliegen zu klären und Kurzauskünfte zu geben, ohne dass eine Terminvergabe für eine umfassende Beratung notwendig wird. So treffen die Kunden auf eine sachkundige Ansprechpartnerin, die entweder sofort eine Frage beantworten oder schnell die besten Lösungsmöglichkeiten empfehlen kann.

Bei Petra Winkel aus Dingelstedt und ihren beiden Söhnen zum Beispiel brachte das einen spürbaren Zeitgewinn.

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