München (dpa) l Wenn die Autotür zugefroren ist, hilft ein Türschlossenteiser. Den gibt es als Spray oder als Flüssigkeit etwa an vielen Tankstellen oder in manchen Supermärkten zu kaufen.

Ihren Enteiser bewahren Autofahrer natürlich außerhalb des Autos auf, erinnert Vincenzo Lucà vom Tüv Süd. Ist das Schloss vereist, träufelt oder sprayt man das Mittel nach Herstellerangabe in das Schloss und wartet einen Moment ab. Oft lässt der Schlüssel sich dann wieder normal einführen und die Tür geht auf.

Alle Türen testen

Lässt sich das Auto ausschließlich per Funk öffnen, sollte man zunächst schauen, ob nur die Fahrertür nicht aufgeht. Selten sei in solchen Fällen die Schließanlage eingefroren – oft sind festgefrorene Türgummis stattdessen das Problem. "Dann keinesfalls mit Gewalt an der Tür reißen. Das kann die empfindlichen Gummidichtungen beschädigen", sagt Lucà.

Der Rat: Lieber bei einer der anderen Türen probieren, ob sie noch aufgeht. "Auch wenn das mit etwas Klettern – zum Beispiel über die Beifahrerseite – verbunden ist, um ans Steuer zu kommen", so Lucà.

Wenn das alles nicht hilft und die Schließanlage tatsächlich eingefroren ist, bleibt einem nichts anderes übrig, als den Wagen stehen zu lassen. Notfalls kann überlegt werden, das Auto an einen wärmeren Ort zu schleppen, etwa in eine Werkstatt oder Garage, wo es auftauen kann.

Übrigens: Wenn die Funkfernbedienung schlapp macht, gibt es meist noch eine manuelle Notentriegelung im Auto. Darüber gibt die Betriebsanleitung Auskunft.

Pflege für Türgummis

Damit Türgummis nicht festfrieren, sollte man sie regelmäßig mit speziellen Pflegestiften behandeln. Diese gibt es im Fachhandel oder an Tankstellen zu kaufen. Das gilt oftmals auch für spezielle Türschlosspflegemittel.