Neustadt (dapd). Herbst-Anemonen sorgen auch in der kühleren Jahreszeit noch für große Blüten und viel Farbe im Garten. Das handelsübliche Sortiment in den Staudengärtnereien umfasst etwa knapp 30 Sorten. Darunter finden sich weiße, hell- und dunkelrosafarbene, gefüllte, halbgefüllte, ungefüllte und zweifarbige Sorten, wie die Experten der Gartenakademie Rheinland-Pfalz informieren.

Herbst-Anemonen (Anemone hupehensis) gedeihen am besten im Halbschatten auf frischem bis feuchtem nährstoffreichen Untergrund. Dabei bevorzugen sie kühle Lagen. Doch die meisten Sorten, insbesondere die Abkömmlinge von "Anemone tomentosa", gelten als anpassungsfähig und wachsen auch am sonnigen Gehölzrand und auf lichtschattigen Rabatten. Allerdings neigen sie bei einseitiger Beschattung dazu, stark dem Licht entgegen zu wachsen und dadurch an Standfestigkeit zu verlieren. Oft zeigen die Pflanzen dann auch ein lockeres Wuchsbild, an schattigen Standorten lässt die Blühfreudigkeit deutlich nach.

Bis zu ihrer optimalen Entwicklung vergehen mehrere Jahre. So benötigten einige Sorten wie "Elegans" durchaus drei Jahre, um ihre volle Schönheit zu entwickeln, erklären die Gartenexperten. Während dieser Zeit sollten die Pflanzen nicht von starkwüchsigen Nachbarn bedrängt werden. Bei gutem Nährstoffangebot und günstiger Witterung erreichen sie dann sogar erstaunliche Wuchshöhen.

Wie für alle herbstblühenden Stauden ist auch bei Herbst-Anemonen das Frühjahr die beste Pflanzzeit. Wird ausnahmsweise im Herbst gepflanzt, so ist ein Winterschutz im ersten Jahr erforderlich. Einmal eingewachsen, sind die Pflanzen dann in der Regel winterhart und dauerhaft, wobei sich die von "Anemone tomentosa" abstammenden Formen ("Robustissima", "Serenade", "Septemberglanz", "Albadura") als besonders robust erwiesen haben.