Magdeburg (rgm). Die Uni-Frauenklinik Magdeburg veranstaltet morgen ab 17 Uhr einen Informationsabend zum Thema "Bösartige Erkrankungen des Eierstocks". Angesprochen sind Patientinnen und die interessierte Öffentlichkeit. Prof. Dr. Serban-Dan Costa, Dr. Kerstin Wollschlaeger und Dr. Holm Eggemann werden in ihren Vorträgen auf die Risikofaktoren zur Entstehung eingehen, die Verfahren der Diagnostik vorstellen und über die heutigen Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankung berichten. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion. Die Veranstaltung findet im Hörsaal der Frauenklinik in der Gerhart-Hauptmann-Straße 35 statt. Der Eintritt ist frei.

Nach Informationen der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie erkranken jedes Jahr rund 8000 Frauen an Eierstockkrebs. Vor allem Frauen nach den Wechseljahren sind betroffen. Bei Eierstockkrebs – der medizinische Fachbegriff lautet Ovarialkarzinom – wachsen Zellen der Eierstöcke unkontrolliert, und es bilden sich bösartige Tumoren, die das umgebende Gewebe zerstören. Das Risiko zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter. Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 65 Jahren.

Eierstockkrebs wird häufig erst im späteren Stadium entdeckt, weil die Erkrankung anfangs kaum Beschwerden verursacht. Die meisten Tumoren werden daher zufällig entdeckt, meistens bei Routineuntersuchungen beim Frauenarzt. In späteren Stadien fühlen viele Betroffene einen Druck im Unterbauch, verbunden mit Übelkeit. Die Patientinnen sind oft müde und abgeschlagen, manchmal nimmt auch der Bauchumfang zu. Große Tumoren können auch Blasenbeschwerden hervorrufen.

Ziel der Therapie ist die vollständige Entfernung des Tumors und, wenn notwendig, auch der angrenzenden Organe. Häufig schließt sich an die Operation eine Chemotherapie an.