Laupheim (dapd) l Kauen und Knibbeln an den Fingernägeln oder der Nagelhaut ist ein Problem, das viele kennen - und sie kommen nicht davon los. "Die beste Methode ist, sich etwas anderes zum Knibbeln zu suchen", rät Madeleine Schunter, Dermatologin aus Laupheim. Denkbar sei ein Armband, auf dem ersatzweise gekaut werden könne. "Man muss sich eine andere Übersprungshandlung suchen und da kann man auch ein wenig experimentieren, bis man für sich die geeignete Ablenkung gefunden hat." Das könne zum Beispiel sein, sich immer sofort auf die Hände zu setzen, sobald der Drang, an den Nägeln zu kauen, hochkomme. "Sinnvoll ist auch eine intensive Nagelbettpflege", sagt Schunter. "Werden die Nägel alle zwei bis drei Tage mit einer Vitamin-H-haltigen Salbe behandelt, wird das Nagelbett weich und geschmeidig." Damit werde auch die Angriffsfläche für das Kauen oder Knibbeln weggenommen.

Die Dermatologin rät davon ab, dem Nägelkauen mit bitteren und eklig schmeckenden Salben oder Cremes aus der Apotheke beizukommen. "Das Problem ist, dass die Salben, die man auf die Fingernägel aufträgt, schnell überall verteilt werden", sagt Schunter. Ständig habe man dann den widerlichen Geschmack im Mund und das verderbe den Appetit.