Ab wann können Kinder Kontakt mit Tieren haben?

Es antwortet Dr. Ines Adams, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Allergologin, Universitätskinderklinik Magdeburg: Für Personen ohne erhöhtes Allergierisiko besteht kein Grund, auf Haustierhaltung aus Präventionsgründen zu verzichten.

Die Auswirkungen der Haustierhaltung auf die Allergieentwicklung bei sogenannten Risikokindern (Eltern oder Geschwister sind an Neurodermitis, Asthma oder Heuschnupfen erkrankt) sind derzeit nicht eindeutig abzuschätzen. In der aktuellen Leitlinie zur Allergieprävention wird Risikofamilien empfohlen, keine felltragenden Tieren anzuschaffen.

Insbesondere bei der Katzenhaltung überwiegen die Studien, die in der Haltung einen Risikofaktor sehen, deshalb sollte bei Risikokindern die Katzenhaltung vermieden werden. Hundehaltung ist wahrscheinlich nicht mit einem höheren Allergierisiko verbunden.