Rund 113 Millionen Euro dürften sich die Bundesbürger ihr Silvester-Feuerwerk dieses Jahr kosten lassen, sagt der Verband der pyrotechnischen Industrie. Damit würde soviel dafür ausgegeben wie 2010.

Mehr als die Hälfte der Befragten in Sachsen-Anhalt (56 Prozent) wollen es so richtig knallen lassen und das neue Jahr mit Böllern und Raketen besonders farbenfroh begrüßen, das ergab eine Umfrage der GfK-Gruppe im Auftrag des Direktversicherers DA Direkt.

Die Preise bleiben dieses Silvester noch einmal stabil, teilte der Verband in Ratingen mit. In den nächsten Jahren jedoch dürften Böller und Raketen deutlich teurer werden. Gründe seien zum einen die steigenden Lohnkosten in China, wo fast alle Feuerwerkskörper hergestellt werden. Zum anderen würden voraussichtlich auch die Kosten für die Rohstoffe wie Papier und Chemikalien weiter steigen.

Auch wenn fast alles von der Wunderkerze bis hin zum Verbundfeuerwerk in China produziert wird, beschäftigt die Branche in Deutschland noch rund 3000 Mitarbeiter. Sie müssen aufgrund der gesetzlichen Regelungen den Jahresumsatz vom 29. bis 31. Dezember erwirtschaften, die Logistik dauert zehn Monate.