Köln (dpa) l Auch wenn man nun nicht zu den ersten gehört, die zum geplanten Neustart ab dem 1. März einen Friseurtermin ergattern, sollte man nicht mehr selbst Hand an seine Haare anlegen. Das raten die Art Directoren des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZDF) und empfehlen: Durchhalten.

"Wer einen Termin gemacht hat oder einen in Aussicht hat, lässt die Finger von seiner Frisur", ist der Rat von Antonio Weinitschke. Auch sein Vize Steven Meth rät zum Überbrücken der nächsten drei, vier Wochen. Er könne zwar nachvollziehen, dass die Kunden kaum noch Geduld haben und sich vielleicht selber nicht mehr sehen können. Aber sie sollten jetzt nichts mehr tun.

"Gerade im Farbbereich kann es beim Selbstfärben zu großen Missgeschicken kommen", warnt Meth. Vor allem bei Versuchen, das Haar blond zu bekommen: "So einen Farbunfall zu reparieren, ist eine anspruchsvolle Sache – sehr zeitaufwendig und kostenintensiv." Farbe, die jetzt draufkommt, lasse sich in 14 Tagen schwerer korrigieren als ein ausgewachsener Ansatz, so Weinitschke.

Auch wer jetzt noch am Pony rumschnippelt, riskiert größere Unfälle. "Entweder es wird zu kurz oder zu gerade und sieht dadurch sehr kompakt aus. Das kann gut aussehen, geht aber in 70 Prozent der Fälle schief", sagt Steven Meth. Damit es später wieder harmonisch aussieht, werde es beim Korrigieren durch die Meisterhand dann noch kürzer.

Mit Haargel statt Schere überbrücken

Statt einer Schere empfiehlt Weinitschke ein bisschen mehr Festigkeit. Die brächte Spannung ins Haar. "Am besten Gel in die Hände und über dem Ohr andrücken. Das macht die Seiten schmaler und die Frisur flacher."

Und die beiden Profis sind sich einig: Lange Haare oder ausgewachsene Ansätze sind vielleicht die Gelegenheit für eine komplette Typveränderung. "Da lassen sich plötzlich ganz neue Frisuren kreieren", sagt Antonio Weinitschke.