Ahlen (dpa) l So manche Eltern nutzen die Babypause für lange Abstecher in die Ferne. Doch längere Reisen mit Babys oder Kleinkindern gelten als umstritten und können auf die Gesundheit schlagen. Was muss man also bei der Planung beachten? Mindestens sechs Wochen vor Abreise sollten sich Familien reisemedizinisch beraten lassen, erklärt Sarah Kotsias-Konopelska vom Vorstand der Gesellschaft für Tropenpädiatrie und Internationale Kindergesundheit (GTP).

Dort erfahren sie, welche Impfungen und sonstigen Schutzvorkehrungen für das jeweilige Reiseziel notwendig sind. Dazu können Hinweise zu Schutzkleidung, Insektensprays und Moskitonetze gehören. Bei Impfungen sei zu bedenken, dass diese nicht nur helfen, sondern auch Nebenwirkungen haben könnten, so Kotsias-Konopelska. Daher gilt: Nutzen und Zweck immer vorsichtig abwägen.

"Reisen mit Kindern haben eine völlig anderen Rhythmus als Reisen mit Erwachsenen", so Kotsias-Konopelska. Vieles dauere länger. Auf ein allzu strammes Programm sollte man also eher verzichten. Außerdem zu bedenken: Bei alltäglichen Routinen wie essen, schlafen, wickeln und stillen ist in einer neuen Umgebung durchaus mit Überraschungen zu rechnen. Etwa wenn es am Zielort keine öffentlichen Wickelmöglichkeiten gibt.

Ebenfalls wichtig: eine Reiseversicherung mit Rückführungsoption nach Deutschland. Diese stellt sicher, dass die frischgebackenen Eltern nicht auf den Mehrkosten eines Rücktransports sitzen bleiben, wenn dieser ärztlich angeordnet wurde.