Magdeburg l Wer nichts von Menschenmassen hält, kann Fasching auch ruhiger feiern. Etwa mit einem netten Treffen unter Freunden, die zufällig in Kostümen stecken. Ein paar Vorschläge zur Partygestaltung:

Für Zeichenkünstler

„Subtext“ ist ein Zeichenspiel. Um zu siegen, muss man allerdings nicht gut zeichnen können. Vielmehr geht es darum, als Hauptzeichner einen vorgegebenen Begriff nicht zu gut und offensichtlich zu zeichnen. Denn je mehr Mitspieler nicht darauf kommen, was der Hauptzeichner gemalt hat und wer sein Partner ist, desto mehr Punkte winken den beiden, so sie sich als Paar erkennen.

Grundsätzlich gilt: Je mehr Leute mitmachen, desto größer der Spaß, denn alle Spieler – bis auf das geheime Paar – bekommen je unterschiedliche Begriffe zu malen. Fazit: ein geniales Kommunikations- und Zeichenspiel, das davon lebt, dass die Spieler ihre Bleistiftstriche so klar wie nötig und so verwirrend wie möglich setzen.

Bilder

Subtext von Wolfgang Warsch, erschienen bei Edition Spielwiese/Pegasus Spiele. 4-8 Spieler ab 10 Jahren, ca. 30 Minuten, ca. 25 Euro.

Für Schießfreudige

Ein Spiel für vier Personen und trotzdem ein Garant für beste Partystimmung? Genau das ist das Geschicklichkeitsspiel „Klask 4“. Das Original-Spiel „Klask“ (für zwei Personen) sorgte bereits vor vier Jahren für Furore. Denn welch eine Freude und welch ein Geschrei, wenn es einem der Spieler gelingt, mit seinem unter der Holzspielfläche haftenden Führungsmagneten die Spielfigur auf dem Brett so zu bewegen, dass die gelbe Kugel in der gegnerischen Mulde landet.

Auch andere „Knaller“ sind möglich und sorgen für pochende Herzen. Bei der Neuheit „Klask 4“ ist die Spielfläche nun rund und je zwei Zweier-Mannschaften treten gegeneinander an. Wird gewechselt, können auch die Fans der jeweiligen Mannschaften mitmachen.

Fazit: hochwertig und besser als Tipp Kick. Welch eine Gaudi!

Klask 4 von Mikkel Bertelsen, erschienen bei Game Factory. 4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 25 Minuten, ca. 80 Euro.

Für Kombinierer

Zu wem passt die Banane? Zur Krankenschwester, zum Matrosen, zum Vampir oder zum weinenden Mädchen? Und was ist mit dem Lippenstift? Weint das Mädchen, weil es den nicht bekommt? Gehört er der Krankenschwester? Bei „So typisch“ legt ein Spieler geheim fest, welche Gegenstände zu welchen Personen oder Figuren passen.

Die Mitspieler müssen anschließend die jeweilige Zuordnung erraten. Sprich: Sie müssen einschätzen, welche Karten-Kombinationen der aktive Spieler wohl für am sinnvollsten hielt. Richtige Tipps sind Plus- und falsche Tipps sind Minuspunkte – und zwar für die gesamte Gruppe.

Fazit: Ein super-lustiges Spiel, bei dem in die wildesten Richtungen spekuliert werden kann.

So typisch von Carlo Rigon, Chiara Zanchetta und Matteo Cimenti, erschienen bei Schmidt Spiele. 3-8 Spieler ab 8 Jahren, ca. 20 Minuten, ca. 12 Euro.

Für Reaktionsschnelle

Achtung, Achtung. Bei dem Spiel „Color Addict“ dürfen auf eine Karte mit dem zum Beispiel in Blau geschriebenen Wort „Orange“ nicht nur Karten mit anderen blauen Wörtern gelegt werden, sondern auch Karten, auf denen „Blau“ in anderen Farben steht.

Karten mit Wörtern in Orange oder mit dem Wort „Orange“ darauf sind ebenfalls erlaubt. Der glorreiche Sieger wird, wer am schnellsten keine Karten mehr hat – und das ist wirklich nicht so einfach.

Fazit: kurios, rasant, lustig – übrigens auch in der Version „Fruity“, bei der auf den Karten diverse Obstsorten zu finden sind. Und zum Vorfreuen: Im März werden zwei weitere Titel erscheinen, nämlich eine Kidz- und eine Drinks-Version.

Color Addict erschienen bei ASS Altenburger. 2-6 Spieler ab 7 Jahren, ca. 15 Minuten, ca. 9 Euro.

Für Paare-Finder

Ein kooperatives Gedächtnisspiel auf Zeit – das ist „Panic Island“. Im Grundsatz geht es darum, wie bei dem Klassiker „Memory“ zwei passende Karten aufzudecken. Je mehr „Paare“ die Spieler innerhalb von zwei Minuten entdecken, desto besser. Denn: Der Vulkan der Insel rumort und die Inselbewohner müssen gerettet werden.

Kniffelig ist: Paare sind keine gleichen Bilder, sondern jeweils ein Ureinwohner und ein Dodo oder ein Dodo und Dodoeier – und das jeweils in der gleichen Farbe. Hinderniskarten in der Auslage erschweren den Spielfluss und kosten wertvolle Sekunden. Doch mit gutem Merkvermögen und einem Kniff können die Spieler kräftig Punkte sammeln.

Fazit: Dieses Spiel ist stressig und hektisch, aber dafür unheimlich lustig.

Panic Island von Antonin Boccara, erschienen bei Zoch. 1-8 Spieler ab 8 Jahren, ca. 2 Minuten, ca. 13 Euro.