Magdeburg l Der Abend war lang, Bahn und Busse sind längst weg. Viele Menschen machen sich dann auf die Suche nach einem Taxi, das sie nach Hause bringt. Wie das funktioniert, ist oftmals klar: Ist die Taxi-Leuchte auf dem Dach gelb, kann ein Fahrgast mitfahren, ist diese erloschen, ist das Taxi besetzt. Doch was ist zu tun, wenn das Licht auf dem Dach eines Fahrzeuges rot aufleuchtet?

Hierbei handelt es sich um einen stillen Notruf. Was viele Personen inzwischen aus Banken und Apotheken kennen, gibt es oftmals auch bei Taxis. Im großen gelben Schild auf dem Dach sind oft noch kleine LED-Lämpchen eingelassen, die im Notfall rot aufleuchten. Das bedeutet, dass der Fahrer Hilfe braucht. In diesem Fall kann er die Leuchte unauffällig anstellen. Im Taxi selbst bemerkt man das jedoch nicht, damit der Angreifer sich davon nicht provoziert fühlt und die Situation nicht weiter außer Kontrolle gerät.

Sind Taxis älter, blinkt beim stillen Alarm das gesamte gelbe Schild. Das wird von Umstehenden zwar deutlicher wahrgenommen, kann aber auch verstärkt vom Angreifer bemerkt werden - beispielsweise durch ein reflektierendes Schaufenster.

Stiller Alarm: Die Polizei rufen

So oder so: Wer einen stillen Alarm wahrnimmt, sollte unmittelbar die Polizei rufen.

Gesetzlich vorgeschrieben ist der stille Alarm allerdings nicht. Anders ist es mit dem so genannten lauten Alarm: Er ist Pflicht in jedem Taxi. Wird er ausgelöst, dann hupt das Taxi mehrmals, außerdem leuchten Scheinwerfer und die hinteren Blinker auf. Beim Auslösen vom jeweiligem Alarm wird außerdem die entsprechende Taxizentrale informiert.