Berlin - Ein Beileidsbekunden schreiben Vorgesetzte nach dem Tod eines Mitarbeiters besser sofort. "Damit sollte man nicht warten", sagt die Karriereberaterin Nandine Meyden. Ein verspätetes Schreiben wirke undankbar oder verletze die Gefühle der Angehörigen.

Meyden rät, für die Beileidsbekundung per Hand und mit Tinte einen Brief zu schreiben. E-Mails oder ein Fax seien grundsätzlich nicht geeignet, um die eigene Trauer auszudrücken. Außerdem eigne sich kein Papier mit Firmenlogo. Besser seien schlichte, weiße Briefbögen. Das Firmenlogo sollte allenfalls in Grautönen zu sehen sein.

In den Brief gehöre dann die Würdigung des Verstorbenen. So sei es etwa gut, die Verdienste des Mitarbeiters aufzuzählen sowie die Dankbarkeit für seine Arbeit auszudrücken, so die Expertin. "Man sollte versuchen, den Angehörigen zu sagen: Wir sind dankbar und wir werden nicht so schnell vergessen."

War der Mitarbeiter sehr lange in der Firma, ist es außerdem angemessener, wenn der Vorgesetzte nicht nur eine Karte schreibt, sondern auch die Beerdigung besuche. Das sei aber abhängig vom Einzelfall.